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„Echte Wunderwaffe“ - Forderung an Johnson & Johnson zu gerechter Verteilung seines Impfstoffs

  • Möglicherweise schon an diesem Donnerstag wird die EU-Zulassung für den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson erwartet.
  • Das Vakzin könnte auch sehr gut in ärmeren Ländern eingesetzt werden.
  • Doch der US-Konzern hat zu geringe Produktionskapazitäten.
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Vor der für Donnerstag erwarteten EU-Zulassung für den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson hat die Entwicklungsorganisation One den US-Pharmakonzern aufgefordert, sich stärker für eine gerechte Verteilung seines Vakzins einzusetzen. „Der neue Impfstoff von Johnson & Johnson kann eine echte Wunderwaffe gegen die Pandemie werden“, sagte One-Deutschland-Direktorin Karoline Lerche dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Da der Impfstoff relativ unkompliziert gelagert werden könne und eine Spritze ausreiche, lasse er sich auch sehr gut in Ländern einsetzen, die von Armut betroffen seien, betonte sie.

„Johnson & Johnson muss daher alles dafür tun, dass nicht nur die Menschen in Europa, sondern auf der ganzen Welt Zugang zu seinem Impfstoff erhalten – und zwar so schnell wie möglich“, sagte Lerche. Sie forderte das US-Unternehmen auf, mit anderen Herstellern Lizenzvereinbarungen abzuschließen, um die Produktionskapazitäten für den Impfstoff zu erhöhen. „Wenn wir der Pandemie ein Ende bereiten wollen, gilt es, keine Zeit zu verlieren.“

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Lerche wies darauf hin, dass Johnson & Johnson im Impffairnesstest von One mit sechs von 20 möglichen Punkten auf Platz fünf aller untersuchten Hersteller landet. So habe das Unternehmen der internationalen Impfstoffallianz Covax 10 Prozent seiner Produktion für 2021 zugesagt. Außerdem habe der Konzern versichert, für die Zeit der Pandemie keinen Profit mit seinem Impfstoff erzielen zu wollen. Trotz der mangelnden Produktionskapazitäten habe J&J aber bisher keine Lizenzen an andere Hersteller gegeben, um die Produktion auszuweiten, kritisierte die Entwicklungsorganisation.

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