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Impfgipfelentwurf: Ab Ostern sollen die Hausärzte gegen Corona impfen

  • Am heutigen Freitag findet der Impfgipfel statt.
  • Bund und Länder wollen sich darauf einigen, wann es mit dem Impfen in Hausarztpraxen losgeht.
  • Ein Beschlusspapier vorab zeigt jetzt: Der große Aufbruch in eine beschleunigte Impfkampagne wird vorerst nicht geschafft.
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Berlin. In der Woche nach Ostern soll auch in Hausarztpraxen flächendeckend gegen das Corona-Virus geimpft werden. Allerdings werden die Allgemeinmediziner der Impfkampagne zu Beginn weniger Schwung verleihen, als viele gehofft hatten. Gerade einmal 20 Impfdosen pro Woche und Praxis sollen anfangs zur Verfügung stehen, wie aus einem Beschlussentwurf für den sogenannten Impfgipfel am Freitag hervorgeht. Das Papier mit dem Arbeitsstand 11 Uhr liegt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vor.

Demnach sollen die Corona-Impfungen beim Hausarzt am 5. April beginnen. „Aufgrund der zunächst noch sehr geringen Liefermengen pro Woche in der Größenordnung von 20 Impfdosen pro Praxis für circa 50.000 Hausarztpraxen wird zunächst etwa eine Impfsprechstunde pro Woche ermöglicht“, heißt es in dem Entwurf.

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Es erscheine sinnvoll, dass Ärzte zunächst besonders vulnerable Patientinnen und Patienten einladen. Schwerpunktmäßig sollten Patientinnen und Patienten mit eingeschränkter Mobilität im Rahmen von Hausbesuchen sowie Personen mit Vorerkrankungen geimpft werden.

Aus dem Entwurfspapier geht außerdem hervor, dass die Bundesregierung mit einer zügigen Steigerung der Impfungen in Hausarztpraxen rechnet. Sind für die Woche ab dem 5. April zunächst nur rund eine Million Impfdosen für Arztpraxen vorgesehen, sollen in der letzten Aprilwoche mehr als 3,1 Millionen Dosen zur Verfügung stehen.

Bis Ende April tragen die Impfzentren die Hauptlast

Bis Ende April sollen die Impfzentren der Länder die Hauptlast der Impfkampagne tragen. Diese werden den Plänen zufolge weiter vorrangig mit Impfstoff beliefert. 2,25 Millionen Dosen pro Woche plant die Bundesregierung für die Impfzentren ein. Im April stünden damit in Summe rund 15,4 Millionen Impfdosen in Deutschland zur Verfügung, davon gingen den Plänen zufolge circa 6,4 Millionen an die Arztpraxen.

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Um bereits in der Woche nach Ostern eine Mindestmenge von eine Million Impfdosen für die Arztpraxen sicherstellen zu können, sollen den Plänen zufolge auch 270.000 Biontech/Pfizer-Impfdosen einer 580.000 Dosen umfassenden Zusatzlieferung genutzt werden. Außerdem sollen Bürokratie und Dokumentationspflichten in den Arztpraxen reduziert werden, um Zeit zu gewinnen.

In besonders betroffenen Gebieten an den deutschen Außengrenzen will die Bundesregierung das Impfen durch die Lieferung zusätzlicher Dosen beschleunigen. In dem Beschlusspapier genannt wurden das Saarland, das an das französische Hotspot-Département Moselle grenzt, sowie die Bundesländer Bayern, Sachsen und Thüringen wegen ihrer Nähe zu Tschechien.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät seit 15 Uhr mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder in einer Telefonschalte das weitere Vorgehen. Die Konferenz hatte ursprünglich am Mittwoch stattfinden sollen, war dann aber wegen der zwischenzeitlichen Aussetzung von Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca auf Freitag verschoben worden. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten den Übergang zu breit angelegten Impfungen in Praxen bisher spätestens für die Woche vom 19. April angepeilt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rief die Bundesländer am Freitag eindringlich dazu auf, Menschen mit Vorerkrankungen und hohen Risiken für schwere oder tödliche Covid-19-Verläufe zuerst zu schützen. „Bei allem Verständnis dafür, 30-Jährige auch in bestimmten Berufskontexten zu impfen, ist es auch mit Blick auf die Infektionsentwicklung wichtig, die Älteren zu impfen“, sagte Spahn. Zuletzt hatte Nordrhein-Westfalen beschlossen, Lehrkräfte vorrangig zu impfen.

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