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Impfen auf eigene Faust: Impfaktionen an niedersächsischen Schulen gut angenommen

  • Mehrere Kommunen in Niedersachsen bieten an Schulen auf eigene Faust Impfaktionen an.
  • Schüler und Schülerinnen ab zwölf Jahren können sich das Vakzin von Biontech/Pfizer verabreichen lassen.
  • Erste Impfaktionen wurden bereits gut angenommen.
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Melle/Emden. In Niedersachsen bieten weitere Kommunen Impfaktionen an ihren Schulen an, um den Präsenzunterricht auch nach den Sommerferien sicherzustellen. An der IGS Fürstenau und am Gymnasium in Melle wurden am Montag Schüler ab zwölf Jahren geimpft. Die Kinder kamen mit ihren Eltern, die vom Kreis Osnabrück organisierte Aktion sei gut angenommen worden, wie Vertreter der Schulen am Dienstagmorgen bilanzierten. In Osnabrück sind außerdem zu Beginn kommender Woche Impfungen an Förderschulen geplant. Auch die Stadt Emden will kurz vor Start der Sommerferien an Schulen impfen lassen.

Für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren gibt es in der EU eine Zulassung für den Impfstoff von Biontech/Pfizer. Bislang hat jedoch die Ständige Impfkommission (Stiko) keine generelle Empfehlung für der Impfen von Kindern und Jugendlichen ausgesprochen – es sei denn, es liegen bestimmte Vorerkrankungen vor. Dies löste auch Kritik aus, weil junge Menschen nun die einzige Gruppe sind, die den Schutz noch nicht flächendeckend bekommen soll.

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Gleichzeitig nehmen Mahnungen an die Bildungspolitik zu, anders als 2020 eine solide Pandemieplanung für die Zeit nach den Ferien vorzulegen. Befürworter eines vorsichtigen Kurses betonen jedoch, dass man erst belastbare Daten über mögliche Nebenwirkungen brauche.

Kinder- und Jugendärzte sehen Impfaktionen positiv

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte begrüßt die Impfangebote. Auch der Landeselternrat zeigte sich zufrieden, berichtet der NDR am Dienstag. Ziel müsse es sein, dass Unterricht in voller Klassenstärke möglich bleibe, selbst falls die Infektionen wieder stärker steigen sollten.

In Emden ist eine gesonderte Impfaktion für Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren am letzten Schultag (21. Juli) und am 22. Juli geplant, berichten die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ und dpa. Dafür stehen 720 Impfdosen von Biontech/Pfizer zur Verfügung, teilte die Stadt mit. Sie begründete die Sonderaktion mit dem geringen Anteil von geimpften Kindern und Jugendlichen gemessen an der Gesamtheit der geimpften Personen. „Unser Ziel ist der Gemeinschaftsschutz – den haben wir noch nicht erreicht“, so der stellvertretende Leiter des Emder Gesundheitsamtes, Dirk Obes. Eine vom Land Niedersachsen organisierte Impfkampagne für Schülerinnen und Schüler gibt es nicht.

RND/dpa

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