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Immunologe schlägt vor: Merkel sollte sich live im TV mit Astrazeneca impfen lassen

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sollte sich live im Fernsehen mit dem Präparat von Astrazeneca impfen lassen.
  • Das schlägt der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, vor.
  • So könnte der Skepsis gegen den in Deutschland umstrittenen Impfstoff begegnet werden.
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London. Um der Skepsis gegen den Astrazeneca-Impfstoff in Deutschland zu begegnen, hat sich ein führender Immunologe dafür ausgesprochen, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) live im Fernsehen mit dem Präparat impfen lässt.

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AstraZeneca: positive Resonanz bei Impfungen in Wiesbaden
1:32 min
In der hessischen Landeshauptstadt wurde am Samstag medizinisches Personal mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers geimpft.  © Reuters

Das sagte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, dem britischen öffentlich-rechtlichen Rundfunksender BBC in einem Radiointerview, das am Sonntag ausgestrahlt wurde.

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Es sei bereits abzusehen, dass die Ständige Impfkommission das Vakzin auch für die über 65-Jährigen empfehlen werde, so Watzl. „Wenn Angela Merkel zu diesem Zeitpunkt ins Live-Fernsehen gehen würde und mit dem Impfstoff geimpft würde, wäre das natürlich großartig“, so der Immunologe.

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Der Astrazeneca-Impfstoff habe ein reines PR-Problem, betonte Watzl in dem Interview. Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie werde in den kommenden Tagen eine Stellungnahme veröffentlichen, „in der wir klar die Fakten darlegen, dass dies ein sicherer und effektiver Impfstoff auch für Ältere ist“, sagte der Wissenschaftler.

Er forderte aber auch von der Politik die Botschaft, dass die Menschen sich impfen lassen sollten.

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Merkel hatte eine Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff mit dem Hinweis auf ihr Alter abgelehnt. „Ich bin 66 Jahre alt und gehöre nicht zu der für Astrazeneca empfohlenen Gruppe“, hatte sie der FAZ in einem Interview gesagt. Es handele sich aber um einen zuverlässigen Impfstoff, der „wirkungsvoll und sicher“ und durch die Europäische Medizinagentur zugelassen sei. „Alle Autoritäten sagen, dass man diesem Impfstoff vertrauen kann.“

In Deutschland sei der Impfstoff aber eben bis zum Alter von 65 Jahren empfohlen. Auf die Frage, ob sie sich dann mit dem Biontech-Impfstoff impfen lasse, um für das Impfen zu werben, sagte Merkel, dieser Impfstoff werde sehr gut akzeptiert. „Ich halte es für richtig, neben den besonders vulnerablen und den älteren Menschen erst einmal die Bevölkerungsgruppen zum Impfen einzuladen, die in ihrem Beruf keinen Abstand halten können.“

Kita-Erzieher oder Grundschullehrer könnten engeren Kontakten weniger ausweichen als sie selber. „Das sind Menschen, die vor jemandem wie mir drankommen sollten.“

RND/cle/dpa

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