Illegale Waffensammlung: Anklage gegen KSK-Soldaten zugelassen

  • Ein Soldat des Kommandos Spezialkräfte hat in seinem Garten illegale Waffen und Sprengstoff in großen Mengen gehortet - nun wurde die Anklage gegen ihn zugelassen.
  • Der Prozess beginnt am 22. Januar vor dem Landgericht Leipzig.
  • Ihm werden Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz vorgeworfen.
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Leipzig. Ein Bundeswehrsoldat des Kommandos Spezialkräfte (KSK), in dessen Garten in Collm (Landkreis Nordsachsen) illegale Waffen und Sprengstoff gefunden worden waren, muss sich vom 22. Januar an vor dem Landgericht Leipzig verantworten. Dem KSK-Angehörigen werden Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz vorgeworfen, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte.

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hatte Anfang November Anklage gegen den 45-Jährigen erhoben und beim Landgericht Leipzig eingereicht. Dies habe die Anklage nun zugelassen und insgesamt acht Termine bis Ende März angesetzt, erläuterte die Sprecherin.

Sprengstoff, Munition, Granaten, Armbrust

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Bei einer Durchsuchung des Grundstücks des 45-Jährigen waren im Mai dieses Jahres unter anderem zwei Kilogramm professioneller Sprengstoff, mehrere Tausend Stück Gewehr- und Pistolenmunition, eine Armbrust, eine Nebelhandgranate sowie Schusswaffen und Waffenteile - darunter auch ein ‎Schalldämpfer - gefunden und sichergestellt worden.

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Anfang Dezember war der Mann unter Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Unter anderem wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 15 000 Euro hinterlegt. Zudem musste sich der Soldat wöchentlich bei der Polizei melden und durfte Deutschland nicht verlassen.

RND/dpa

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