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Illegale Migration: Litauen entsendet mehr Soldaten an Grenze zu Belarus

  • Seit Monaten hält der Strom illegaler Migranten über die Grenze von Belarus an.
  • Die Nachbarstaaten verstärken deshalb sukzessive ihre Grenzkontrollen.
  • Litauen entsendet nun zusätzliche Soldaten – diese sollen die Grenzschutzbeamten unterstützen.
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Vilnius. Angesichts eines anhaltenden Zustroms von Migranten verstärkt Litauen weiter seine Grenze zu Belarus.

Innenministerin Agne Bilotaite kündigte am Montag in Vilnius eine Aufstockung der Truppen zur Unterstützung von Grenzschutzbeamten an - so sollen täglich bis zu 64 Soldaten zusätzlich eingesetzt werden. „Wir müssen reagieren und auf den schlimmsten Fall vorbereitet sein“, wurde Bilotaite in einer Mitteilung zitiert.

Verteidigungsminister Arvydas Anusauskas betonte, die litauische Arme habe „im Kontext der hybriden Aggression“ Unterstützung geleistet und werde dies auch weiterhin tun. „Wir sind dafür bereit“, sagte er. Wie viele Soldaten bereits an der Grenze zu Belarus im Einsatz sind, wurde von den beiden Ministerien nicht mitgeteilt

Litauen baute Hunderte Kilometer Grenzzaun

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Die Regierungen in Lettland, Litauen und Polen beschuldigen den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Flüchtlinge aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen. Lukaschenko hatte Ende Mai angekündigt, dass Minsk Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern werde - als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen gegen sein Land. Seitdem mehren sich Meldungen über versuchte illegale Grenzübertritte an den EU-Außengrenzen zu Belarus.

Litauen hat mit einem verstärktem Schutz der Grenze und mit dem Bau von Hunderten Kilometern Grenzzaun reagiert. Seit Anfang August weist der litauische Grenzschutz Migranten ab. Seitdem sind nach Angaben des Innenministeriums mehr als 4000 Personen von einem illegalen Übertritt der Grenze zu Belarus abgehalten worden.

RND/dpa

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