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Trennung von Tausenden Familien: US-Justizministerium hebt „Null Toleranz“-Regel auf

  • Mehr als 5500 Kinder ließ die Trump-Regierung an der Grenze zu Mexiko von ihren Eltern trennen.
  • Es galt eine “Null-Toleranz”-Politik gegenüber jedem illegal eingewanderten Erwachsenen.
  • Die Biden-Regierung hebt diese Regel nun mit sofortiger Wirkung auf.
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Washington. Das US-Justizministerium hat eine Anweisung der früheren Regierung zur Einwanderungspolitik aus dem Jahr 2018 aufgehoben. Sie sah eine „Null Toleranz“-Politik für illegal über die Grenze zu Mexiko eingewanderte Migranten vor, die zur Trennung von Tausenden Familien führte. Der amtierende Justizminister Monty Wilkinson gab am Dienstag in einem Vermerk an die Bundesstaatsanwälte landesweit bekannt, seine Behörde werde zur langjährigen vorherigen Praxis zurückkehren.

Demnach werde jeder Fall künftig wieder einzeln geprüft. Die Anweisung der Vorgängerregierung werde mit sofortiger Wirkung aufgehoben, schrieb Wilkinson in dem Vermerk, der der Nachrichtenagentur AP vorlag.

Mehr als 5500 Kinder wurden von Familien getrennt

Unter der umstrittenen „Null Toleranz“-Politik des damaligen US-Präsidenten Donald Trump wurde jeder illegal eingewanderte Erwachsene, der gefasst wurde, für den illegalen Grenzübertritt strafrechtlich verfolgt. Da Kinder nicht mit ihren Eltern inhaftiert werden konnten, wurden Familien getrennt und die Kinder in die Obhut der Gesundheitsbehörde gegeben.

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Mehr als 5500 Kinder wurden so an der Grenze zu Mexiko von ihren Eltern getrennt. Seit 2018 wurde die Direktive allerdings kaum noch auf Familien angewandt.

RND/AP

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