Österreich: Ibiza-U-Ausschuss startet mit Aussage von Strache

  • Die Veröffentlichung des Ibiza-Videos hatte im Mai 2019 eine schwere Regierungskrise und Neuwahlen in Österreich ausgelöst.
  • Nun wird der Fall in einem Untersuchungsausschuss behandelt.
  • Er startet am Donnerstag unter anderem mit der Aussage des Ex-Vizekanzlers Strache.
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Wien. Die Ibiza-Affäre mit Österreichs Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache im Mittelpunkt wird ab Donnerstag in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss behandelt. Außer dem Ibiza-Video soll dabei vor allem mögliches Postengeschacher unter der rechtskonservativen Regierung von ÖVP und FPÖ zwischen Dezember 2017 und Mai 2019 thematisiert werden.

Die Veröffentlichung des Ibiza-Videos im Mai 2019 löste eine schwere Regierungskrise und Neuwahlen in Österreich aus. Ex-FPÖ-Chef Strache wirkt auf den Aufnahmen anfällig für Korruption. Einen Tag nach der Veröffentlichung eines Zusammenschnitts durch “Süddeutsche Zeitung” und “Spiegel” trat Strache von allen Ämtern zurück.

Das Video war im Sommer 2017 auf Ibiza entstanden. Inzwischen konnten die Ermittler stundenlanges Videomaterial sicherstellen. Eine sofortige Weitergabe des Videos an die Parlamentarier im U-Ausschuss ist aber zunächst noch nicht möglich.

Für den ersten Verhandlungstag im U-Ausschuss werden stattdessen die Aussagen von Strache und seinem Ibiza-Begleiter Johann Gudenus erwartet. Zudem soll der Chefredakteur der österreichischen Wochenzeitung "Falter", Florian Klenk, aussagen. Klenk hatte der "SZ" und dem "Spiegel" bei den Recherchen geholfen und dabei nach eigenen Angaben das mehrere Stunden lange Ibiza-Video gesehen.

RND/dpa

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