Hunter Biden steigt aus chinesischer Firma aus

  • Hunter Bidens Aktivitäten im Ausland stehen im Zentrum von Vorermittlungen zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump.
  • Nun verteidigt der Sohn des US-Präsidentschaftsbewerbers Joe Biden seine Geschäfte in der Ukraine und China.
  • Zugleich kündigt er aber den Rückzug aus einer chinesischen Firma an.
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New York/Washington. Hunter Biden, Sohn von US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden, hat seine Arbeit in der Ukraine und in China gegen die anhaltende Kritik von Amtsinhaber Donald Trump verteidigt. Zudem gab Biden für den Fall des Wahlsiegs seines Vaters 2020 ein Versprechen ab: Er werde nicht für ein aus dem Ausland gesteuertes Unternehmen tätig sein, teilte Hunter Biden über seinen Anwalt George Mesires in einem Internetpost mit.

Am Sonntag (Ortszeit) kündigte Hunter Biden zudem zum Monatsende seinen Rückzug aus dem Verwaltungsrat der von Peking gestützten Privat-Equity-Firma BHR an, um sein Versprechen zu untermauern.

Derweil will sich US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden für den Fall seines Wahlsieges 2020 bestimmte Ethikregeln auferlegen, um Interessenskonflikte zu vermeiden. In einem Weißen Haus unter seiner Führung werde es seinen Familienangehörigen nicht erlaubt sein, Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Unternehmen oder Regierungen zu unterhalten. Zudem dürften sie kein Büro im Weißen Haus haben oder an Kabinettssitzungen teilnehmen, erklärte Biden am Sonntag bei einem Auftritt in Des Moines im Staat Iowa.

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JOE BIDEN: Der demokratische Präsidentschaftsbewerber sieht Amerika in einem "Kampf um die Seele dieser Nation" und will Trump deswegen bei der US-Wahl 2020 herausfordern. Umfragen sehen im ehemaligen Senator und Vizepräsidenten den derzeit aussichtsreichsten Gegner Trumps, auch wenn der 76-Jährige bei Auftritten zuletzt immer wieder schwächelte. Trump bezeichnet ihn als "Sleepy Joe" - als "schläfrigen Joe". Unter Trumps Vorgänger Barack Obama war Biden von 2009 bis 2017 Vizepräsident.  @ Quelle: imago images / ZUMA Press

Hunter Bidens Aktivitäten im Ausland stehen im Zentrum von Vorermittlungen zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren gegen Trump im von den Demokraten dominierten Repräsentantenhaus. In einem Telefonat bat der Präsident seinen ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskji im Sommer, Ermittlungen zu Bidens Familie und der Rolle Kiews bei der US-Wahl 2016 einzuleiten. Die Demokraten sehen in Trumps Vorgehen Machtmissbrauch.

Zudem ermunterte Trump China, Bidens Arbeit in dem Land unter die Lupe zu nehmen. Der Präsident wirft dem Sohn seines möglichen demokratischen Rivalen Joe Biden vor, in der Volksrepublik durch einen Gefälligkeitsdeal 1,5 Milliarden Dollar eingestrichen zu haben. Beweise hat Trump nicht vorgelegt.

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So funktioniert das Impeachment-Verfahren
1:33 min
Die Demokraten im US-Kongress haben ein formelles Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Trump eingeleitet.  © RND

RND/AP