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Hungerstreik in Berlin: Klimaforscher Schellnhuber ruft Teilnehmer zum Aufhören auf

  • Im Berliner Regierungsviertel sind Klimaaktivistinnen und -aktivisten Ende August in einen Hungerstreik getreten.
  • Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber hat die Teilnehmer nun zur Beendigung der Aktion aufgerufen.
  • Für ihn sei der Zeitpunkt für solch drastische Maßnahmen „noch nicht gekommen“.
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Berlin. Der Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber hat zur Beendigung des Hungerstreiks von Klimaaktivistinnen und -aktivisten im Berliner Regierungsviertel aufgerufen. In einem am Mittwoch verbreiteten offenem Brief äußerte der frühere Direktor des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung zwar Verständnis für die seit mehr als drei Wochen laufende Aktion. Er könne sich sogar vorstellen, sich eines Tages selbst an einem Klimahungerstreik zu beteiligen. Schellnhuber fügte allerdings hinzu: „Aber dieser Tag, wo man sich für das Wohlergehen der Gemeinschaft selbst Gewalt antun möchte, ist noch nicht gekommen - auch nicht für euch!“

Noch stünden eine Fülle von gesellschaftlichen Einflussmöglichkeiten zur Verfügung, bei denen niemand zwingend sein Leben für die Bewahrung der Schöpfung gefährden müsse, schreibt Schellnhuber. Und weiter: „Vermutlich werden sich nach der Bundestagswahl (...) sogar größere Spielräume für eine deutsche Klimapolitik eröffnen, die der dramatischen Lage eher gerecht wird.“

Der frühere Direktor des Institutes für Klimafolgenforschung in Potsdam, Hans Joachim Schellnhuber. (Archivbild) © Quelle: dpa
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Teilnehmer drohen das Trinken einzustellen

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Am Donnerstagabend läuft ein Ultimatum der Hungerstreikenden ab. Sollte bis dahin das gewünschte Gespräch mit den Kanzlerkandidaten und der Kanzlerkandidatin von Union, SPD und Grünen nicht zustande kommen, will ein Teil der Gruppe in den sogenannten trockenen Hungerstreik treten und auch die Aufnahme von Flüssigkeit verweigern.

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Die Gruppe von ursprünglich sechs jungen Menschen im Alter von 18 bis 27 Jahren hatte den Hungerstreik am 30. August aufgenommen. Olaf Scholz (SPD), Armin Laschet (CDU) und Annalena Baerbock (Grüne) sind zu einem Gespräch bereit, allerdings erst nach der Wahl und nicht öffentlich.

RND/epd

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