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Hungersnot in Jemen: Mehrere Millionen Kinder laut Unicef vom Tod bedroht

  • Aufgrund des Jemen-Konflikts herrscht in der Region eine dramatische Hungersnot, die UN stufen die Lage als die größte globale humanitäre Krise ein.
  • Laut Unicef könnten mehreren Millionen Kinder an Hunger und Krankheiten sterben.
  • Die Organisation fordert mehr Gelder für das Überleben der Kinder.
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New York / Genf. Mehrere Millionen Kinder im Jemen sind laut Unicef vom Tod durch Hunger und Krankheiten bedroht. In bestimmten Gebieten des Konfliktlandes hätten die Ausmaße der akuten Unterernährung bei Kindern Höchstwerte erreicht, warnte die Exekutivdirektorin des UN-Kinderhilfswerks, Henrietta Fore, am Montag in New York. Nahezu 325.000 hungernde Mädchen und Jungen unter fünf Jahren kämpften bereits ums Überleben. Insgesamt seien mehr als zwölf Millionen Kinder auf Essensrationen und andere humanitäre Hilfslieferungen angewiesen.

Neben der katastrophalen Ernährungslage gefährdeten auch schwere Krankheiten die Kleinen, sagte Fore. Mehr als fünf Millionen Kinder seien von Cholera und schweren Durchfall bedroht. Zudem breite sich die Corona-Pandemie in dem Land auf der arabischen Halbinsel aus. Die Unicef-Chefin rief die internationalen Geber auf, mehr Geld für das Überleben der Kinder im Jemen bereitzustellen.

Hauptursache ist ein brutaler Konflikt

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UN-Generalsekretär António Guterres hatte bereits vorige Woche gewarnt, dass sich die Menschen im Jemen der größten Hungersnot seit Jahrzehnten weltweit näherten. Schon lange stufen die UN die Lage im Jemen als die größte globale humanitäre Krise ein.

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Hauptursache der Misere ist ein brutal ausgefochtener Konflikt. Saudi-Arabien führt seit 2015 eine Militärkoalition an, die aufseiten der jemenitischen Regierung gegen Huthi-Rebellen kämpft. Saudi-Arabien sowie alle anderen Parteien in dem Jemen-Konflikt verüben laut einer UN-Expertengruppe ungestraft Kriegsverbrechen.

RND/epd

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