Horst Seehofer kommt nicht zum CSU-Parteitag

  • Bundesinnenminister Horst Seehofer war zehn Jahre lang Vorsitzender der CSU.
  • Zum Parteitag, der am Freitag begann, will der 70-Jährige aber nicht kommen.
  • Dort sei sein Verantwortungsbereich nicht betroffen, sagt er.
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Berlin. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat nicht die Absicht, noch zum CSU-Parteitag nach München zu kommen, der am Freitag begann und am Samstag endet. „Ich gehe als ehemaliger Parteivorsitzender in die Landesgruppe, in die Fraktion und auch den Parteivorstand nur dann, wenn mein Verantwortungsbereich betroffen ist und ich einen Beitrag leisten kann“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) am Rande der Innenministerkonferenz in Berlin. Das gleiche gelte auch „für den Parteitag“. Und da dies in München nicht der Fall sei, werde er nicht kommen.

Seehofer: Ramsauers Anwürfe „uralt“

Seehofer wies überdies die Kritik des ehemaligen CSU-Landesgruppenvorsitzenden und Bundesverkehrsministers Peter Ramsauer zurück, der mit Blick auf die Positionswechsel des Ministers etwa in der Flüchtlingspolitik im Deutschlandfunk erklärt hatte, dieser werde „langsam zu einem echten Problem für unsere ganze Partei“. Er sei „gespannt“, ob Seehofer nach München kommen werde. Dieser sagte dem RND nun, Ramsauers Anwürfe seien „nicht alt; sie sind uralt“.

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Seehofer, der von Oktober 2008 bis Januar 2019 CSU-Vorsitzender war, hatte einst dafür gesorgt, dass Ramsauer als Bundesverkehrsminister abgelöst wurde. Spätestens seitdem gilt das Verhältnis der beiden als zerrüttet.