• Startseite
  • Politik
  • Horst Mahler: Holocaustleugner nach zehn Jahren aus Haft entlassen

Holocaustleugner Horst Mahler aus Haft entlassen

  • Nach zehn Jahren ist der Neonazi Horst Mahler am Montag aus dem Gefängnis entlassen worden.
  • Seit 2009 verbüßte der ehemalige NPD-Anwalt in Brandenburg/Havel eine Haftstrafe wegen Volksverhetzung und Leugnung des Holocausts.
  • Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat bereits einen neuen Haftbefehl gegen den 84-Jährigen beantragt.
Anzeige
Anzeige

Brandenburg an der Havel/Potsdam. Der Neonazi und Holocaustleugner Horst Mahler ist nach Verbüßung seiner mehr als zehnjährigen Haftstrafe wieder auf freiem Fuß. Der 84-Jährige sei am Montagvormittag aus der Haft in der JVA Brandenburg an der Havel entlassen worden, sagte ein Sprecher des brandenburgischen Justizministeriums dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Dienstag in Potsdam.

Ende September war bekanntgeworden, dass Mahler nach Verbüßung seiner Haftstrafe am 27. Oktober unter strengen Auflagen aus der Haft entlassen werden sollte. Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat jedoch nach eigenen Angaben inzwischen gegen Mahler Anklage in weiteren Fällen von Volksverhetzung erhoben. In diesem Zusammenhang sei auch ein neuer Haftbefehl beantragt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft dem epd.

Zahlreiche Fälle von Volksverhetzung

Anzeige

Für alle weiteren Fragen im Zusammenhang mit der verbüßten Haftstrafe wie die beantragte Führungsaufsicht für Mahler sei die Staatsanwaltschaft München II zuständig, für die Brandenburg die Vollstreckung der Haft übernommen habe, hieß es weiter im Justizministerium in Potsdam. Die Münchner Staatsanwaltschaft wollte sich aktuell auf Anfrage nicht weiter zu dem Fall äußern.

Anzeige

Das frühere RAF-Mitglied Mahler hat in Brandenburg an der Havel eine langjährige Haftstrafe wegen zahlreicher Fälle von Volksverhetzung verbüßt. Eine 2015 geplante Aussetzung der verbliebenen Strafe zur Bewährung wurde wieder aufgehoben. Während einer Aussetzung des Vollzugs wegen Haftunfähigkeit reiste Mahler nach Ungarn, um dort Asyl zu beantragen, wurde dann nach Deutschland ausgeliefert und wieder inhaftiert.

RND/epd

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen