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  • Hongkong: Hunderte demonstrieren zum Jahrestag der Proteste - Konflikte mit Polizei

Hunderte demonstrieren zum Jahrestag der Proteste in Hongkong

  • Mit dem Abflauen der Corona-Pandemie und dem neuen Sicherheitsgesetz Pekings kehren in Hongkong auch die prodemokratischen Proteste zurück.
  • Vor einem Jahr begannen die Demonstrationen.
  • Hunderte gingen nun zu diesem Anlass auf die Straßen - dabei kam es einmal mehr zu Konflikten mit der Polizei.
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Hongkong. Zum Jahrestag des Beginns der prodemokratischen Proteste in Hongkong sind Hunderte Menschen auf die Straßen gegangen. "Hongkong Unabhängigkeit, der einzige Ausweg", riefen sie auf einem Platz im Zentrum der Sonderverwaltungszone. Regierungschefin Carrie Lam rief zu Frieden und Stabilität auf. "Jeder muss seine Lektion lernen, auch die Regierung von Hongkong", sagte Lam Reportern, ohne auf Details einzugehen.

Video
Über 50 Festnahmen bei Protesten in Hongkong
1:25 min
Hunderte Menschen gingen auf die Straße, um an den Jahrestag der Proteste der Demokratiebewegung zu erinnern.

Die Polizei hatte gewarnt, dass sie Gewalt anwenden würde, um Teilnehmer von Demonstrationen auseinanderzutreiben und diesen bis zu fünf Jahre Gefängnis drohe. Teils setzten die Polizisten Pfefferspray und Pfeffergeschosse ein und rangen einige Demonstrierende zu Boden. Bis Mittwochmorgen seien 53 Menschen festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

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Mit Abflauen der Corona-Pandemie kehren Proteste zurück

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Am 9. Juni 2019 hatte es in Hongkong die erste große Demonstration gegen ein Auslieferungsgesetz gegeben, durch das Bürger der juristisch autonomen Sonderverwaltungszone im chinesischen Kernland hätten vor Gericht gestellt werden können. Lam hat das Gesetz inzwischen zurückgezogen, doch nach dem Abflauen der Coronavirus-Pandemie in China haben sich die Proteste wieder verstärkt. Diesmal richten sie sich gegen ein nationales Sicherheitsgesetz, das es unter anderem ermöglichen würde, chinesische Strafverfolgungsbehörden in Hongkong zu stationieren.

RND/AP

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