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Hongkong: Carrie Lam will “demütig” über Schlappe nachdenken

  • Seit Monaten ist Hongkong im Ausnahmezustand.
  • Nun gipfelt die Demokratiebewegung in einen Erdrutschsieg der Prodemokratischen Opposition bei den Bezirkswahlen.
  • Regierungschefin Carrie Lam äußert sich erst einmal demütig.
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Hongkong. Nach der schweren Wahlschlappe will Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam "demütig und ernsthaft" über den Ausgang des Votums über die Bezirksräte nachdenken. Es gebe viele Analysen und Interpretationen, "und ziemlich viele sind der Ansicht, dass die Ergebnisse die Unzufriedenheit des Volkes über die gegenwärtige Situation und tiefsitzende Probleme in der Gesellschaft widerspiegeln", ließ die umstrittene Regierungschefin am Montag in einer Stellungnahme wissen.

Die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungsregion werde auf die Ansichten der Mitglieder der Öffentlichkeit hören und aufrichtig Überlegungen darüber anstellen, teilte Lam mit. Bei der Wahl am Sonntag hatte das prodemokratische Lager die große Mehrheit gewonnen und dem Regierungsblock die meisten Bezirksratsposten abgenommen.

Prodemokratische Kandidaten hätten fast 90 Prozent der Sitze in den Stadtbezirksräten gewonnen, sagte der Anführer der größten prodemokratischen Partei, Wu Chi Wai, am Montag. Zuvor war es weniger als ein Drittel gewesen. Das Pekinger Außenministerium betonte, Hongkong gehöre zu China, was immer auch in der halbautonomen Sonderverwaltungszone geschehe.

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RND/dpa/AP