Homosexualität ist in Schottland nun ein Schulfach

LGBTI als Schulfach. Das gibt es nun in Schottland. Damit ist das britische Land das erste überhaupt, das Homosexualität in der Schule unterrichtet.

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Edinburgh. Homosexualität als Schulfach: Mit dieser Nachricht überraschte das schottische Parlament. An schottischen Schulen soll jetzt über die Geschichte der LGBTI-Bewegung (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle) unterrichtet und somit homophoben Ansichten vorgebeugt werden. Kämpfer für die Gleichberechtigung feiern diesen Schritt als „monumentalen Sieg“.

In Zukunft wird das neu geschaffene Unterrichtsfach in allen staatlichen Schulen eingeführt. Das hatte die schottische Regierung jetzt nach Empfehlung der Arbeitsgruppe „Time for Inclusive Education“ beschlossen. Im Gegensatz zu anderen Fächern soll es hier auch keine Ausnahmeregelung für Schüler geben, wie in manchen anderen Fächern. Teilnahme ist also Pflicht.

Das wird in „LGBTI“ unterrichtet

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Im Unterricht soll es nicht nur um die Geschichte oder Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern und Intersexuellen gehen. Wichtiger Teil sei es, Vorurteile oder Berührungsängste abzubauen. Eine Studie des Inklusions-Arbeitskreises ergab, dass neun von zehn Betroffenen schon unter Homophobie oder Transphobie in der Schule gelitten haben. Sogar mehr als jeder vierte Schüler gab an, bereits an Selbstmord gedacht zu haben, nachdem er in der Schule gemobbt worden war.

Mit diesem Beschluss setzt Schottland weltweit Maßstäbe

Noch bis 1980 war Homosexualität in Schottland illegal. Damit wurde dieses Gesetz im liberalen Land erst 13 Jahre später als in England und Wales gekippt. Mit diesem neuen Bildungsentwurf ist Schottland jetzt das weltweit erste Land mit „LGTBI“ als Schulfach. „Unser Bildungssystem muss jeden unterstützen, sein volles Potential auszuschöpfen“, sagte Schottlands Bildungsminister John Swinney. „Darum ist es auch so wichtig, dass der Lehrplan genauso vielfältig ist wie die jungen Menschen, die in unseren Schulen unterrichtet werden.“

Von Vanessa Casper/RND

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