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Homosexuelle rehabilitieren: AKKs starkes Signal an die Truppe

  • Die Bundeswehr wird von einer Reihe von Extremismus-Skandalen erschüttert.
  • Die Verteidigungsministerin will nun Homosexuelle in der Truppe rehabilitieren.
  • Ein richtiges Signal, denn nachhaltige Veränderungen beginnen oft auf einer persönlichen Ebene, kommentiert Christian Burmeister.
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Berlin. Positive Schlagzeilen waren bei der Bundeswehr zuletzt eher die Ausnahme: Rechtsextremisten im KSK, verschwundene Munition sowie der Flirt eines Offiziers mit der “Identitären Bewegung” waren nur einige der verstörenden Meldungen der vergangenen Tage. All diese Probleme wird Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer trotz ihrer angekündigten “Null Toleranz”-Politik nicht in Monatsfrist lösen können.

Dass sie aber den Willen zur Veränderung der Truppe hat, darf man ihr schon abnehmen. Ihr Vorhaben, homosexuelle Soldaten für Unrecht aus der Vergangenheit zu entschädigen und sie zu rehabilitieren, ist ein Beleg dafür. Nachhaltige Veränderungen beginnen auch im Privaten, bei den persönlichen Einstellungen. Und was wäre persönlicher als der Blick auf Sexualität?

Einst galt AKK als Inbegriff der Hardlinerin

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Das angekündigte neue Gesetz ist ein richtiger Schritt und darf in der Truppe als Signal verstanden werden. Ein Signal der Stärke, denn AKKs Vorgänger im Amt hatten nicht den Mut, das Tabu-Thema ernsthaft in Angriff zu nehmen.

Interessant ist das Vorhaben aber auch deshalb, weil es indirekt ein Schlaglicht auf den Politikbetrieb wirft: Zu Beginn ihrer Zeit als CDU-Chefin stand AKK wegen eines schlechten Karneval-Witzes zum 3. Geschlecht vor allem aus der LGBTQ-Szene massiv in der Kritik. Sie galt als Inbegriff der erzkonservativen, unbelehrbaren Hardlinerin.

Inzwischen macht sie solche Gesetze bei der Bundeswehr, kämpft für eine eigenständige Organisation der Schwulen und Lesben in ihrer Partei und spricht öffentlich sehr entspannt über das Thema.

Das zeigt: Manchmal machen Menschen Fehler. Manchmal sagen Politiker Dinge, um eine bestimmte Wählerklientel einzubinden, ohne es so zu meinen. Manchmal lernen Menschen dazu. Und manchmal täuscht der erste Eindruck. Es schadet nicht, sich das in unserer aufgeregten, schnelllebigen und politisch oft gnadenlosen Zeit immer mal wieder ins Gedächtnis zu rufen.

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