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Realschullehrer fordern flächendeckenden Fernunterricht

Lehrerin korrigiert Hefte im Chemiearbeitsraum .

Berlin. Der Präsenzunterricht an den Schulen sollte nach Ansicht des Deutschen Realschullehrerverbandes in der aktuellen Corona-Lage deutschlandweit ausgesetzt werden. „Jetzt muss es sehr schnell, sehr klare Entscheidungen geben und die Schülerinnen und Schüler müssen unter diesen Umständen so flächendeckend wie möglich in den Distanzunterricht wechseln“, sagte der Verbandsvorsitzende Jürgen Böhm am Donnerstag laut einer Mitteilung. Böhm ist auch stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Beamtenbundes.

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„Es rächt sich nun, dass man in den Ländern und Kultusbehörden in den vergangenen Wochen die klaren Inzidenz- und Infektionswerte ignoriert hat und den Präsenzunterricht unter allen Umständen durchdrücken wollte“, fügte er hinzu. Wer wissenschaftliche Erkenntnisse und Empfehlungen ignoriere, mache sich mit schuldig an der Ausbreitung der Pandemie und damit an einer Verlängerung und Vertiefung der Krise, sagte Böhm.

Sachsen hat Schul-Schließungen angekündigt

Die Diskussion über die Schulen wird mit zunehmenden Corona-Infektionszahlen immer schärfer geführt. Die Kultusminister der Länder, die an diesem Donnerstag in einer Videoschalte über die Lage beraten, hatten nach den Sommerferien mit Blick auf die Erfahrungen der Schulschließungen im Frühjahr immer wieder betont, den Präsenzunterricht möglichst aufrechterhalten zu wollen.

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Lehrerverbände werfen ihnen vor, Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zu ignorieren, bei gestiegenen Ansteckungszahlen in den Wechselunterricht überzugehen. Sie weisen auf den Gesundheitsschutz von Lehrern und Schülern hin. Die Kultusminister befürchten dagegen, dass Schulschließungen zu Bildungsverlusten und sozialen Nachteilen für Schüler führen.

Sachsen hat bereits für die kommende Woche wieder komplette Schließungen wie im Frühjahr angekündigt. Niedersachsen will Eltern ermöglichen, ihre Kinder früher aus der Schule zu nehmen.

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Bildung liegt in der Kompetenz der Bundesländer. Sie können selbst darüber entscheiden, wie sie vorgehen. Im Frühjahr hatten zunächst das Saarland und Bayern flächendeckende Schulschließungen angekündigt, die anderen Länder waren dem dann gefolgt.

RND/dpa

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