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Wegen hoher Corona-Inzidenz: Grundschulen und Kitas im sächsischen Vogtland schließen

  • Grund- und Förderschüler im Vogtlandkreis in Sachsen müssen ab März wieder von zu Hause unterrichtet werden.
  • Auch in Kindergärten gilt dann wieder Notbetreuung.
  • Weil die Corona-Infektionszahlen stark steigen, schließen sämtliche Grund- und Förderschulen sowie Kitas.
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Plauen. Nach stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen müssen im Vogtlandkreis in Sachsen Grund- und Förderschulen sowie Kindergärten wieder schließen. Das gelte ab Montag (1. März), teilte das Landratsamt in Plauen mit. Eine Notbetreuung bleibe gewährleistet. „Es geht darum, das flächendeckend hohe Infektionsgeschehen im Landkreis zu begrenzen“, erklärte Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Er betonte zugleich, dass die Zahl der Infektionen an den Schulen unauffällig niedrig sei. Für Schüler der Abschlussklassen ändere sich nichts - sie könnten weiterhin ihre Schulen besuchen.

Die 7-Tage-Inzidenz in dem Landkreis wurde am Donnerstag vom Robert Koch-Institut mit 201 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern ausgewiesen. Damit liege der Wert doppelt so hoch, wie der in der Corona-Schutz-Verordnung ausgewiesene kritische Grenzwert von 100, erklärte das Landratsamt. Landrat Rolf Keil (CDU) habe daher mit dem Kultusministerium vereinbart, die Präsenzbeschulung auszusetzen. Die entsprechende Allgemeinverfügung werde am Freitag veröffentlicht.

Laut Kultusministerium wurden aus den Schulen des Landkreises vom 16. bis 25. Februar 18 Infektionen bei Schülern und 6 bei Lehrern gemeldet. Dabei handle es sich fast ausschließlich um Einzelfälle, hieß es. „Die Infektionen wurden in die Schulen hineingetragen.“

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Auch im Kreis Rostock droht Rückkehr zum Distanzunterricht

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Sachsenweit wurden binnen eines Tages am Donnerstag 661 Neuinfektionen registriert. Damit stieg die Wocheninzidenz im Freistaat auf 71 und lag etwas höher als am Tag zuvor. Der Vogtlandkreis ist dabei negativer Spitzenreiter, gefolgt vom Landkreis Nordsachsen mit einer Wocheninzidenz von fast 143. Am geringsten ist das Infektionsgeschehen aktuell in Chemnitz (33).

Wie die „Ostsee-Zeitung“ berichtet, droht auch im Kreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern Grundschülern die Rückkehr zum Distanzunterricht. Wegen eines größeren Ausbruchsgeschehens in einem Klinikum in Güstrow ist der Inzidenzwert in nur zwei Tagen um 25 auf nun 71 gestiegen. Bleibt der Wert in den kommenden vier Tagen über 50, müssen die Schüler der Klassen 1 bis 6 wieder von zu Hause aus unterrichtet werden.

RND/dpa/cz

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