Hofreiter: Grüne wollen kein Verbot von Kurzstreckenflügen

  • Die Aussagen der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock zu Kurzstreckenflügen sind auf ein geteiltes Echo gestoßen.
  • Anton Hofreiter, Vorsitzender der Grünen-Bundestagsfraktion, kritisiert, dass eine „verquere Debatte“ geführt werde.
  • Und er stellt klar: Seine Partei wolle keine Kurzstreckenflüge verbieten.
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Berlin. Der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Anton Hofreiter, hat klargestellt, dass seine Partei keine Kurzstreckenflüge verbieten will.

Die Aussagen von Parteichefin Annalena Baerbock seien in einer „verqueren Debatte“ zu einem Verbot gemacht worden, für das sie sich nie ausgesprochen habe, sagte Hofreiter am Dienstag in einer Online-Fragerunde bei der 20. Jahreskonferenz des Rates für nachhaltige Entwicklung.

Gemeint gewesen sei vielmehr die Forderung, den Verkehr mit der Bahn so zu ertüchtigen, dass Kurzstreckenflüge überflüssig würden, erklärte Hofreiter. „Wir wollen Mobilität ermöglichen - allerdings CO2-frei.“ Leider sei es in den vergangenen Jahren versäumt worden, den Bahnverkehr entsprechend attraktiv zu machen.

Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock hatte im Mai in einem Interview mit der „Bild am Sonntag“ erklärt, dass es Kurzstreckenflüge „perspektivisch nicht mehr geben“ sollte. Zuvor hatte sich auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz kritisch zum Thema Fliegen geäußert und angekündigt, gegen Billigflüge vorgehen zu wollen.

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An den Vorschlägen gab es, unter anderem von Union und FDP, heftige Kritik.

RND/dpa

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