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MDR weist Kritik an Höcke-Interview zurück: Kein “lockerer Sommerplausch”

  • Am Dienstag hat der MDR ein Interview mit dem thüringischen AfD-Fraktionschef Björn Höcke übertragen.
  • Kritiker warfen dem Sender vor, dem umstrittenen Politiker damit eine Bühne zu geben.
  • Der MDR weist die Vorwürfe zurück.
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Erfurt. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hat Kritik an einem Interview mit dem thüringischen AfD-Fraktionschef Björn Höcke zurückgewiesen. Höcke werde mit dem sogenannten Sommerinterview keine Bühne geboten, antwortete der MDR am Dienstag mehrfach auf kritische Nutzerkommentare auf Twitter und Facebook. "Es handelt sich um ein kritisches Interview, nicht um einen lockeren Sommer-Plausch", erklärte der Sender. Wie anderen Politikern auch, würden Höcke "redaktionell vorbereitete Fragen zu aktuellen Themen" gestellt.

Weiter erklärte der Sender, wie in den Vorjahren seien Spitzenpolitiker der sechs im Thüringer Landtag vertretenen Parteien zu Sommerinterviews eingeladen worden. Die AfD sei eine demokratisch gewählte Partei, die ein Viertel der Wähler in Thüringen vertrete, der MDR als öffentlich-rechtliches Medium nach Artikel 11 des Telemedienstaatsvertrag zur Ausgewogenheit verpflichtet.

Interview war live auf MDR-Webseite und Facebook zu sehen

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Das in Erfurt geführte Interview war am Vormittag live auf der Internetseite des Senders und auf Facebook übertragen worden. Bereits zuvor hatten zahlreiche Nutzer unter dem Hashtag #KeineMinuteAfD kritisiert, das Interview biete Höcke ein Podium für rassistische und rechtsextreme Positionen.

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Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hatte erst in der vergangenen Woche angekündigt, seine Sommerinterview-Reihe “Politik am See” einzustellen. Zuvor hatte es scharfe Kritik an einem Interview mit dem damaligen Brandenburger AfD-Fraktionschef Andreas Kalbitz gegeben. Kalbitz wurde inzwischen aus der Partei ausgeschlossen, weil er Details zu seiner rechtsextremen Vergangenheit verschwiegen haben soll.

RND/epd

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