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Grenzverlauf im Himalaya: China und Indien streiten weiter

Eine neue Verhandlungsrunde zwischen Indien und China über einen weiteren Truppenabzug aus umstrittenen Abschnitten der gemeinsamen Grenze ist mit gegenseitigen Vorwürfen zu Ende gegangen. (Montage)

Neu Delhi. Eine neue Verhandlungsrunde zwischen Indien und China über einen weiteren Truppenabzug aus umstrittenen Abschnitten der gemeinsamen Grenze ist mit gegenseitigen Vorwürfen zu Ende gegangen.

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Indien habe bei den Gesprächen am Sonntag konstruktive Vorschläge gemacht, doch die chinesische Seite sei nicht einverstanden gewesen und habe auch keine zukunftsweisenden Vorschläge vorgelegt, teilte die indische Armee am Montag mit.

China wies über den Sprecher des Außenministeriums, Zhao Lijian, die Vorwürfe zurück. Peking warf seinerseits Neu Delhi unter anderem vor, mit unrealistischen Forderungen die Verhandlungen erschwert zu haben.

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Beide Seiten verständigten sich aber darauf, in Kontakt zu bleiben und die Lage vor Ort stabil zu halten, wie es in der Mitteilung des indischen Militärs weiter hieß.

Im vergangenen Jahr kam es zur schlimmsten Auseinandersetzung seit 1962

Im Sommer 2020 war es im Himalaya zu einem tödlichen Zwischenfall gekommen, bei dem Soldaten beider Länder mit Steinen, Stöcken und Fäusten aufeinander losgegangen waren. Es war der schlimmste Vorfall dieser Art seit Jahrzehnten. Offiziellen Angaben zufolge gab es mindestens 20 indische und vier chinesische Tote.

Die beiden Atommächte befinden sich seit Mai 2020 in der östlichen Gebirgsregion Ladakh an mehreren Punkten entlang der tatsächlichen Kontrolllinie (LAC) - einer inoffiziell umstrittenen Grenze - in einem militärischen Patt. Sie haben unterschiedliche Auffassungen über den Grenzverlauf in den weitgehend unbewohnten Bergen in 4500 bis 5500 Metern Höhe. Ihre gemeinsame Grenze ist etwa 3500 Kilometer lang.

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Nach dem Vorfall vom Sommer 2020 verstärkten beide Seiten ihre Truppen. Nach mehreren Gesprächsrunden diplomatischer und militärischer Vertreter verständigten sie sich Anfang des Jahres auf einen gewissen Truppenrückzug, der auch an einigen Grenzorten bereits stattfand. Der Streit der asiatischen Rivalen um die gemeinsame Grenze hatte 1962 zu einem kurzen Krieg geführt, den China gewann.

RND/dpa

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