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Hillary Clinton: “Wünschte, Trump wüsste, wie man ein Präsident ist”

  • Gleich mehrere prominente Demokratinnen haben am dritten Tag des Nominierungsparteitags der Demokraten das Wort ergriffen - und Amtsinhaber Donald Trump massiv attackiert.
  • So sagte Senatorin Hillary Clinton: "Ich wünschte, Donald Trump wüsste, wie man ein Präsident ist."
  • Senatorin Warren warf ihm vor, in der Corona-Krise kläglich gescheitert zu sein, und Nancy Pelosi bescheinigte ihm Respektlosigkeit gegenüber Frauen.
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Washington. Die frühere Außenministerin, Senatorin und First Lady Hillary Clinton hat US-Präsident Donald Trump eine schlechte Amtsführung bescheinigt. “Ich wünschte, Donald Trump wüsste, wie man ein Präsident ist”, sagte Clinton am Mittwochabend (Ortszeit) in ihrem Beitrag zum Parteitag der Demokraten in Milwaukee (Wisconsin). “Weil Amerika jetzt sofort einen besseren Präsidenten braucht”, fügte sie hinzu.

Clinton rief zur Wahl des Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, Joe Biden, und dessen Vize-Kandidatin Kamala Harris auf.

Die Demokratin Clinton war dem Republikaner Trump bei der Präsidentschaftswahl 2016 unterlegen. Sie sagte am Mittwoch, sie habe Trump nach ihrer Niederlage eine echte Chance gegeben, um sich im Amt zu beweisen. Inzwischen sei aber deutlich, was bei einer zweiten Amtszeit Trumps auf dem Spiel stehe: “Unsere Gesundheit, unsere Jobs, sogar unsere Leben”.

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Amerika brauche einen Präsidenten, der im Weißen Haus Mitgefühl, Entschlossenheit und Führungsstärke zeige. Clinton (72) appellierte an die Wähler: "Wählen Sie, als stünden unsere Leben und unsere Lebensgrundlagen auf dem Spiel, denn das tun sie."

Ex-Vizepräsident Biden (77) war am Dienstag bei dem weitgehend virtuellen Parteitag offiziell als Kandidat der Demokraten bei der Wahl im November nominiert worden. Trump (74) bewirbt sich um eine zweite Amtszeit.

Senatorin Warren: Trump “kläglich” in Corona-Krise gescheitert

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Die demokratische US-Senatorin Elizabeth Warren machte Trump auf dem Parteitag für die schweren Verlauf der Corona-Pandemie in den USA verantwortlich. “Diese Krise ist schlimm - und es hätte nicht so sein müssen”, sagte sie zugeschaltet aus Springfield (Massachusetts).

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Auf der Democratic National Convention wurde Joe Biden auch offiziell als Präsidentschaftskandidat der Demokraten gewählt.  @ Quelle: imago images/UPI Photo
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“Die Ignoranz und Inkompetenz von Donald Trump waren schon immer eine Gefahr für unser Land.” Das Coronavirus sei Trumps größter Test gewesen. “Er ist kläglich gescheitert”, sagte Warren. Am 3. November werde er dafür zur Verantwortung gezogen. Warren wollte Trump bei der Wahl im November selbst herausfordern - mittlerweile unterstützt sie den nominierten Kandidaten Joe Biden. Sie liebe einen “guten Plan” und Biden habe “einige richtig gute Pläne”, sagte die linke Senatorin.

Pelosi bescheinigt Trump Respektlosigkeit gegenüber Frauen

Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, bescheinigte Trump “Respektlosigkeit gegenüber Fakten, gegenüber Arbeiterfamilien und insbesondere gegenüber Frauen”. Das spiegele sich nicht nur in seinem Verhalten, sondern auch in seiner Politik wider, sagte Pelosi (80) in ihrem Beitrag für den Parteitag. “Aber wir wissen, was er nicht weiß: Dass Amerika erfolgreich ist, wenn Frauen erfolgreich sind.” 

Pelosi kündigte an, die Demokraten würden bei der Wahl im November ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus ausbauen und den Senat von den Republikanern zurückerobern. Außerdem würden Biden und Harris ins Weiße Haus gewählt werden.

“Habe Stimme nicht verloren”: Giffords ruft zu Biden-Wahl auf

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Die demokratische US-Politikerin Gabrielle Giffords, die 2011 als Abgeordnete bei einem Attentat schwer verletzt wurde, warb ebenfalls für die Wahl von Biden. In ihrer Rede, die nach Angaben der “New York Times” die längste war, die sie seit dem Attentat gehalten hat, verknüpfte sie ihr persönliches Schicksal mit dem des Landes: Worte habe sie einst leicht gefunden. “Heute kämpfe ich mit der Rede. Aber ich habe meine Stimme nicht verloren”, sagte sie. Jeder müsse die Stimme erheben, auch wenn man kämpfen müsse, die Worte zu finden.

“Wir stehen an einem Scheideweg. Wir können die Schießereien weitergehen lassen oder wir können handeln”, sagte Giffords. “Wir können unsere Familien beschützen, unsere Zukunft. Wir können wählen. Wir können auf der richtigen Seite der Geschichte stehen.” Biden müsse gewählt werden, mahnte sie. “Er war für mich da, er wird auch für euch da sein”, versprach sie.

Giffords wurde im Januar 2011 bei einem Bürgertreff in einem Einkaufszentrum in Tucson (Arizona) durch einen Kopfschuss schwer verletzt. Der geistig gestörte Täter tötete sechs Menschen. Beim Parteitag, der wegen der Corona-Pandemie weitgehend virtuell abgehalten wurde, kamen auch andere Betroffene von Waffengewalt zu Wort.

RND/dpa

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