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Hetze gegen neuen OB in Hannover: Grüne prüfen rechtliche Schritte

  • Am vergangenen Sonntag wurde Belit Onay zum neuen Oberbürgermeister Hannovers gewählt.
  • Jetzt sieht sich der Grünen-Politiker Hetze und Bedrohungen in sozialen Medien ausgesetzt.
  • Rückendeckung erhält Onay von Niedersachsens Städtetag.
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Hannover. Nach Drohungen und Beleidigungen in sozialen Medien gegen den neuen grünen Oberbürgermeister von Hannover, Belit Onay, wollen die Grünen strafrechtliche Schritte gegen die Urheber prüfen. Er sei überrascht von der Masse der Anfeindungen, sagte Onay am Dienstag der Deutschen-Presse Agentur. Vor seiner Wahl habe es nur wenige diffamierende Äußerungen gegeben, die Hetze habe inzwischen massiv zugenommen.

Der 38 Jahre alte Landtagsabgeordnete Onay hatte sich am Sonntag in der Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt durchgesetzt. Onay ist bundesweit der erste Oberbürgermeister mit Migrationshintergrund in einer Landeshauptstadt.

Niedersachsens Städtetag sicherte Onay die Solidarität und Unterstützung der Bürgermeisterkonferenz zu. Ein frisch gewählter Oberbürgermeister und seine Familie würden bedroht und eingeschüchtert, kritisierte der Vorsitzende der Konferenz, Bürgermeister Jürgen Daul aus der Stadt Holzminden. Falsche und unwahre Behauptungen, gezielte Fake News, rassistische und fremdenfeindliche Posts seien nicht hinzunehmen. Die Religion oder Abstammung eines Bewerbers um das Amt des Oberbürgermeisters dürften keine Bedeutung haben.

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RND/dpa/cle