Herbe Niederlage für Regierung bei Gouverneurswahl in Chile

  • Wie schon bei der Wahl zum Verfassungskonvent im Mai, haben die regierenden Konservativen in Chile auch bei den Regionalwahlen schwach abgeschnitten.
  • In über der Häfte der Regionen gewannen Mitte-Links-Kandidaten.
  • Die Wahlbeteiligung war aber die geringste seit 2012.
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Santiago de Chile. Bei den ersten direkten Gouverneurswahlen in Chile hat die Regierungskoalition Chile Vamos von Präsident Sebastián Piñera eine herbe Niederlage erlitten.

In der zweiten Runde am Sonntag setzten sich Mitte-Links-Kandidaten in 8 von 13 Regionen durch, wie das Wahlamt am Montag mitteilte. Auch die wichtige Metropolregion um die Hauptstadt Santiago de Chile ging an einen Vertreter der Unidad Constituyente, einem Bündnis aus sozial- und christdemokratischen sowie liberalen Parteien.

Die konservative Regierungskoalition Chile Vamos gewann lediglich in der Region Araukanien, wo Indigene vom Volk der Mapuche mit teilweise militanten Methoden um die Rückgabe ihres Landes kämpfen. Die übrigen Regionen gingen an linke und unabhängige Kandidaten. In drei Regionen hatte sich die Wahl bereits in der ersten Runde Mitte Mai entschieden.

Es war das erste Mal, dass die Chilenen ihre Gouverneure direkt wählen konnten. Bislang wurden sie von der Regierung eingesetzt. Allerdings war die Wahlbeteiligung von 19,61 Prozent die niedrigste seit der Abschaffung der Wahlpflicht 2012.

RND/dpa

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