NRW-Regierung wusste von PR-Beteiligung an Heinsberg-Studie

  • NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und sein Kabinett wussten seit Anfang April von der Beteiligung einer PR-Agentur an der Verbreitung der Heinsberg-Studie.
  • Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der NRW-SPD hervor.
  • Die Antwort liegt dem RND vor.
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Berlin/Düsseldorf. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens wusste von der Beteiligung der PR-Agentur “Storymachine” bei der Heinsberg-Studie des Bonner Virologen Hendrick Streeck. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und sein Kabinett wussten seit Anfang April Bescheid. Das geht aus der bislang unveröffentlichten kleine Antwort der Landesregierung auf eine entsprechende Anfrage der SPD-Fraktion im Landtag hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. In ihr heißt es: “Die Beratung der Forschergruppe der Universität Bonn bei der Öffentlichkeitsarbeit wurde der Öffentlichkeit und damit auch der Landesregierung bereits dadurch bekannt, dass diese zum Auftakt der entsprechenden Facebook-Seite sowie in deren Impressum öffentlich transparent angegeben wurde.”

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Die Seite war Anfang April ins Leben gerufen worden.

Video
Heinsberg-Studie: Hohe Corona-Dunkelziffer in Deutschland
1:35 min
In Deutschland könnte es eine Dunkelziffer von womöglich rund 1,8 Millionen Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus geben  © Reuters
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Die Studie um den besonders von der Corona-Pandemie betroffenen Landkreis Heinsberg war massiv in die Kritik geraten. So war noch vor Ostern bekannt geworden, dass die Berliner Agentur “Storymachine” für deren Vermarktung zuständig ist. Leitender Mitarbeiter der Agentur ist der frühere “Bild”-Chefredakteur Kai Diekmann.

Schon im Vorfeld waren entgegen wissenschaftlicher Gütekriterien Ergebnisse versprochen worden, warum eine Lockerung des Lockdowns eine gute Sache sei. Auch gab es nach Erscheinen der Studie Kritik an der Methodik.

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Korrektur: In einer vorherigen Version des Textes hieß es noch im Bezug auf das ARD-Magazin "Kontraste" und die Rheinische Post, dass NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und sein Kabinett stets die Kenntnis über die Beteiligung der PR-Agentur "Storymachine" bestritten hätten.

RND


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