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  • Heiko Maas: Bundesaußenminister hofft auf direkte Gespräche zwischen Israel und Palästinensern

Maas hofft auf direkte Gespräche zwischen Israel und Palästinensern

  • Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen als drittes arabisches Land diplomatische Beziehungen zu Israel aufnehmen.
  • Aufgrund dieser Annäherung hofft Bundesaußenminister Heiko Maas auf eine Entspannung im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern.
  • Er fordert eine direkte Kommunikation zwischen beiden Seiten - und will einen “Teil dazu beizutragen”.
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Abu Dhabi. Nach der Annäherung zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten hofft Bundesaußenminister Heiko Maas auf Entspannung im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern.

Israels Verzicht auf die geplante Annexion palästinensischer Gebiete im besetzten Westjordanland sei eine Voraussetzung für die Wiederaufnahme direkter Gespräche zwischen beiden Seiten, sagte Maas am Dienstag bei einem Besuch in den Emiraten. “Deshalb ist es eigentlich für alle Seiten einfacher, auch direkt miteinander zu kommunizieren. Und wir werden versuchen auch unseren Teil dazu beizutragen.”

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Historische Einigung zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten
1:31 min
Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate werden nach Angaben von US-Präsident Donald Trump volle diplomatische Beziehungen aufnehmen.  © Reuters
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Die Emirate hatten am Donnerstag überraschend angekündigt, als drittes arabisches Land - nach Ägypten und Jordanien - diplomatische Beziehungen zu Israel aufnehmen zu wollen. Im Gegenzug will Israel die Annektierung von Gebieten im besetzten Westjordanland aussetzen, das die Palästinenser für einen eigenen Staat beanspruchen.

Historische Vereinbarung

Maas bezeichnete die Vereinbarung als historisch. “Die kann die Grundlage dafür sein, das Verhältnis zwischen Israel und der arabischen Welt im Positiven weiterzuentwickeln”, sagte er vor einem Gespräch mit dem Außenminister der Emirate, Abdullah bin Said Al Nahjan, in Abu Dhabi.

Die Führung der Palästinenser hatte das Abkommen zwischen Israel und den VAE allerdings verurteilt. Es sei “ein Betrug an Jerusalem, der Al-Aksa-Moschee und der palästinensischen Sache”, hieß es in einer ersten Reaktion.

RND/dpa

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