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Hausärzteverband spricht sich für Schließung der Impfzentren aus

  • Impfzentren sollen vorerst bestehen bleiben und bis spätestens Mitte April soll dann auch in Arztpraxen geimpft werden.
  • Darauf hatten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Mittwoch geeinigt.
  • Der Deutsche Hausärzteverband kritisiert das scharf und spricht sich dafür aus, die Impfzentren zu schließen.
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Berlin. Der Chef des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, ist für eine Schließung der Impfzentren. „Schon jetzt könnte man alle Impfstoffe in den Praxen verimpfen“, sagte Weigeldt der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (F.A.Z.) mit Blick auf Hausarztpraxen.

Zudem kritisierte er den Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern scharf, die am Mittwochabend entschieden hatten, die Impfzentren weiter in Betrieb zu lassen und erst später auch Ärzte einsetzen zu wollen. Das Ergebnis der Beratungen sei „eine Katastrophe“, sagte er der „F.A.Z.“. Oberstes Ziel müsse sein, bei steigenden Infektionszahlen so viele Menschen wie möglich in kurzer Zeit zu impfen. Und das sei vor allem in Arztpraxen möglich.

In dem Beschluss war noch kein konkretes Datum genannt worden, ab wann die Hausarztpraxen an den Impfungen beteiligt werden sollen. Es hieß nur, dass spätestens ab der Woche vom 19. April routinemäßig mit den Impfungen in Hausarztpraxen begonnen werden solle.

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Bundesärztekammer-Chef will Impfzentren vorerst offen lassen

Auch der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, forderte gegenüber der „F.A.Z.“, Praxen schnellstmöglich miteinzubeziehen. Dies sei vor allem dann nötig, wenn mehr Impfstoff verfügbar sei. „Dann geht es tatsächlich um die Geschwindigkeit, in der die Menschen geimpft werden“, wird er weiter zitiert.

Anders als Weigeldt ist Reinhardt laut Bericht jedoch dafür, die Impfzentren zunächst weiter offen zu lassen. Sie würden noch eine Weile gebraucht.

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Unterschiedliche Meinungen haben die Ärztevertreter demnach auch über die Art und Weise der Versorgung der Arztpraxen mit den Impfstoffen. Während Weigeldt eine Zuteilung nach Bestellung favorisiert, zieht Reinhardt Kontingente vor. Erst wenn die ersten Kontingente ausgeliefert worden seien, könne man auf Bestellungen umstellen, sagte er der „F.A.Z.“. Weigeldt ist dagegen für das Prinzip Schnelligkeit: „Wer zuerst ordert, wird zuerst beliefert.“

RND/cz

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