Hausärzte beobachten mehr Absagen bei Impfterminen

  • Immer mehr Menschen nehmen ihre Impftermine bei Hausärzten nicht wahr, sagte der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbandes Ulrich Weigeldt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).
  • Im Gegensatz zu den Impfzentren könne man jedoch besser auf Absagen reagieren und andere Patienten beim Impfen vorziehen, so Weigeldt.
  • Recherchen des RND hatten zuvor ergeben, dass immer mehr Menschen ihre Termine in den Impfzentren stornieren oder nicht erscheinen.
Feliks Todtmann
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Immer mehr Menschen nehmen ihre Impftermine bei den Hausärzten nicht wahr. „Absagen oder No-Shows nehmen auch in den Hausarztpraxen zu“, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Eine allgemeine Impfmüdigkeit könnten die niedergelassenen Allgemeinmediziner jedoch nicht feststellen, sagte Weigeldt weiter. Im Gegensatz zu den Impfzentren könnten die Hausärzte besser auf Absagen reagieren und anderen Patienten Impfungen anbieten, sodass keine Impfstoffdosen vergeudet werden müssten. Zudem gelinge es den Hausärzten immer wieder, Patienten, die aus anderen Gründen in die Praxis kommen, für eine Impfung zu gewinnen. „Wir brauchen jedoch weiter mehr Impfstoff und verlässliche Zusagen bei den Lieferungen“, betonte Weigeldt.

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Recherchen des RND hatten ergeben, dass immer mehr Menschen ihre Termine in den Impfzentren stornieren oder nicht zur Impfung erscheinen. In Nordrhein-Westfalen liegt die Quote der nicht wahrgenommenen Termine zwischen 10 und 30 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern bei 15 bis 40 Prozent.

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