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Harter Lockdown in Sachsen? Bereits 400 Schulen dicht und Weihnachtsmärkte abgesagt

Noch herrscht Unklarheit über den Erfolg des Teillockdowns in Sachsen.

Obwohl der Teillockdown in Sachsen wohl erste Erfolge zeigt, sprechen sich einige Branchen für einen schnellen, harten Lockdown aus. Das ist die Erkenntnis eines Gesprächs des sächsischen Ministerpräsident Michael Kretschmer in einem Onlinegespräch mit Gesundheitsexperten und Branchenvertretern. Wie die Leipziger Volkszeitung (LVZ) berichtet, erklärte der Physiker Dirk Brockmann von der Berliner Humboldt-Universität bei dem Treffen, der Lockdown habe die Mobilität im Freistaat deutlich reduziert. Weihnachtsmärkte und andere Großveranstaltungen sind in Sachsen seit vergangener Woche abgesagt. Entwarnung könne es allerdings noch nicht geben. Zurzeit sei es für eine Bewertung, ob die Maßnahmen tatsächlich wirken, zu früh, so Brockmann. Laut Landesregierung liegen aktuell 567 Corona-Patienten auf Intensivstationen. Auf Normalstationen liegen rund 2.000 Erkrankte.

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Die Kulturbranche hat daher einen harten, aber kurzen Lockdown gefordert. Nur so könne sichergestellt werden, dass Clubs und Bars überleben. Sorge bereitet der Branche ein langer Teillockdown bis ins Frühjahr 2022. Unterstützung kommt vom Tourismusverband. Veronika Hiebl, Geschäftsführerin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen, meint, dass bei einem schnellen, harten Lockdown möglicherweise das Weihnachtsgeschäft für Hotels und Pensionen gerettet werden könnte. In einer nicht repräsentativen Meinungsumfrage der LVZ sprachen sich am Dienstagmorgen knapp zwei Drittel der Befragten für einen harten Lockdown aus.

140 Schulen in Sachsen geschlossen

Kritisch ist die Situation auch an Sachsens Schulen. In über 400 Schulen ist der Präsenzunterricht mittlerweile teilweise oder vollständig aufgehoben worden. 140 der 400 Schulen sind geschlossen. 1.000 Schulen in Sachsen führen den Betrieb weiterhin wie gewohnt fort. Die Regierung hatte deutlich gemacht, dass sie eine allgemeine Schulschließung vermeiden möchte. „Es darf nicht sein, dass Kinder und Jugendliche darunter leiden, dass die Quote der nicht vollständig geimpften Erwachsenen nirgendwo so hoch ist wie in Sachsen“, sagte CDU-Kultusminister Christian Piwarz. Die geringe Quote der Eltern, die von der Aussetzung des Regelschulbetriebs in Förder- und Grundschulen Gebrauch machen und ihre Kinder zu Hause lassen, gibt der CDU bei ihrem Kurs scheinbar recht: Der Sprecher des Landesamtes für Schule und Bildung Roman Schulz geht von 2 bis 3 Prozent aus, die ihre Kinder nicht in die Schule schicken.

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Die Linke in Sachsen hat sich indes für einen früheren Beginn der Weihnachtsferien ab dem 15. Dezember ausgesprochen. Außerdem solle die Benotung, außer bei Abschlussklassen, ausgesetzt werden.

RND/dre

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