Hannover will bis 2026 aus der Kohle aussteigen

  • Das Bürgerbegehren Hannover erneuerbar wollte eine Abstimmung der Bewohner und Bewohnerinnen Hannovers über das Kohlekraftwerk Stöcken erreichen.
  • Nun gab es aber eine Einigung mit der Stadt Hannover.
  • Stöcken soll bis 2026 vom Netz gehen, Stadt und Stadtwerke wollen Millionen in den Klimaschutz investieren.
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Hannover. Die Stadt Hannover will bis 2026 das Kohlekraftwerk Stöcken vom Netz nehmen. Dazu will sie mit den Stadtwerken Enercity insgesamt 35 Millionen Euro für Klimaschutzmaßnahmen bereitstellen. Darauf einigten sie sich mit dem Bürgerbegehren Hannover erneuerbar, berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“. Noch gibt es keinen verbindlichen Ratsbeschluss.

Hannover sei die erste deutsche Großstadt, die in dieser Form vorangehe, sagte Oberbürgermeister Belit Onay. Bisher war geplant, das Kraftwerk Stöcken erst 2030 komplett abzuschalten. Hannover erneuerbar protestierte dagegen und wollte erreichen, dass Hannovers Bürgerinnen und Bürger direkt über die Zukunft Stöckens abstimmen können.

„Meilenstein für den Kohleausstieg“

Johanna Gefäller von Hannover erneuerbar erklärte, dass die Nachricht „ein Meilenstein für den Kohleausstieg“ sei. Die Initiative wolle aber so lange weiter Unterschriften sammeln, bis der entscheidende Ratsbeschluss gefasst ist.

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Nun soll der erste Block des Kohlekraftwerks bereits 2024 vom Netz genommen werden, der zweite soll dann 2026 folgen. Die Vorstandsvorsitzende von Enercity, Susanna Zapreva, erklärte dazu: „Wir wollen die Energiewende mit den Menschen gestalten.“

Noch ist nicht sicher, dass die Abschaltung des Kraftwerks Stöcken zu den angegebenen Terminen wirklich erreicht werden kann. Deshalb gibt es sogenannte flankierende Maßnahmen: Einwohner und Einwohnerinnen sollen alte Ölheizungen durch Fernwärme oder Wärmepumpen ersetzen, andere Anlagen sollen etwa durch smarte Steuerung effizienter werden. Neubauten oder zu erneuernde Bestandsanlagen sind bereits von 2022 an verpflichtend ans Fernwärmenetz anzuschließen, wenn entsprechende Infrastruktur oder Neuverlegungen dies möglich machen.

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Dafür wollen Enercity und Stadt insgesamt 35 Millionen Euro ausgeben. Oberbürgermeister Onay forderte zudem Bund und Land auf, die Kommunen bei der Energiewende finanziell zu unterstützen.

RND/sic

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