Ohne weitere Stellungnahme

Brief an den Oberbürgermeister: Gerhard Schröder verzichtet „unwiderruflich“ auf Ehrenbürgerwürde der Stadt Hannover

Gas-Lobbyist und Putin-Freund Gerhard Schröder.

Altbundeskanzler Gerhard Schröder (Archivbild) verzichtet auf die Ehrenbürgerwürde der Stadt Hannover.

Altbundeskanzler Gerhard Schröder verzichtet auf die Ehrenbürger­würde der Stadt Hannover. Das teilte er auf der Plattform Linkedin mit. Dort teilte er ein Schreiben an den Oberbürgermeister der Stadt.

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In dem Brief nimmt Schröder Bezug auf ein Schreiben der Stadt Hannover. Dem zufolge will ihm der Stadtrat die Ehrenbürger­­würde entziehen. Weiter heißt es, Schröder wolle keine Stellung zu den ihm „mitgeteilten Inhalten“ nehmen. Er führt in einem weiteren Satz knapp aus: „Ich verzichte unwiderruflich auf die Ehrenbürger­würde der Stadt Hannover.“

Altkanzler Schröder: CDU-Politiker fordert Sanktionen
ARCHIV - 01.07.2020, Berlin: Gerhard Schröder, ehemaliger Bundeskanzler, wartet auf den Beginn der Anhörung im Wirtschaftsausschuss des Bundestags zum Pipeline-Projekt Nord Stream 2 im Sitzungssaal. (zu dpa: «Ukraine-Botschafter erklärt Schröder-Vermittlung für gescheitert») Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der CDU-Politiker Michael Brand dringt auf Sanktionen gegen Altkanzler Gerhard Schröder wegen seiner Nähe zu Russland und Putin.

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Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder war nach der russischen Invasion der Ukraine in die Kritik geraten, weil er sich nicht von Staatspräsident Wladimir Putin distanzierte. Im Folgenden kündigten vier seiner Mitarbeiter, er geriet innerhalb der SPD in die Kritik, und in Hannover entschloss sich eine Gemeinde, ein von Gerhard Schröder gestiftetes Fenster des Künstlers Markus Lüpertz vorerst nicht einzubauen.

Jan Böhmermann forderte Schröder auf, Auskünfte über sein Gespräch mit Putin zu geben. Bei Twitter schrieb Böhmermann: „Angriffskrieg-Gerd sollte keine Dreizeilerbriefe an Hannover schreiben, sondern mal lieber erzählen, wie‘s in Moskau war!“

Zuletzt war Schröder zu Gesprächen nach Moskau gereist, um in dem Konflikt zu vermitteln. Am vergangenen Donnerstag soll dann ein Treffen zwischen dem Altbundeskanzler und dem russischen Staatspräsidenten stattgefunden haben.

Über die Hintergründe des Treffens wurde bisher nichts bekannt – auch nicht in der SPD. „Wir werden jetzt keine Versuche unternehmen, über die Beweggründe dieser Reise etwas herauszufinden“, sagte Generalsekretär Kevin Kühnert am Montag in Berlin. In der Parteizentrale wisse man nicht mehr über die Reise, als in den Medien berichtet worden sei.

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Ukrainischer Botschafter Melnyk: Schröders Besuch ergebnislos

Laut dem ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk sind die Verhandlungen Schröders ergebnislos geblieben. Über Mittelsmänner wäre die ukrainische Seite aus erster Hand über die Ergebnisse informiert worden, sagte er gegenüber „Bild“.

„Auch wenn die Hoffnung auf diese persönliche Initiative von Herrn Schröder von Anfang an klitzeklein war, ist die Enttäuschung trotzdem groß, dass er wirklich gar nichts Konkretes oder Hilfreiches zu berichten hatte“, so der Diplomat.

Melnyk ergänzte: „Die Ukraine braucht dringend ehrliche Vermittler, die uns helfen können, das schlimmste Blutvergießen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg, das Putin und seine treuen Schergen Tag und Nacht anrichten, und das unermessliche Leid der Menschen so schnell wie möglich zu beenden.“

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RND/dpa/ag/scs/sf

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