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  • Hanau: Seehofer verspricht, den Kampf gegen Rechtsextremismus voranzutreiben

Seehofer: „Alle Menschen in Deutschland müssen sicher leben können“

  • Am Jahrestag das rassistischen Anschlags von Hanau hat Bundesinnenminister Horst Seehofer versprochen, den Kampf gegen Rechtsextremismus weiter voranzutreiben
  • „Die Bevölkerung kann sich darauf verlassen“, sagt er.
  • Seehofer schließt explizit auch den Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus ein.
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Berlin. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat anlässlich des Jahrestags des rassistischen Anschlags von Hanau erklärt, dass „alle Menschen in Deutschland sicher leben können“ müssten.

„Die Bevölkerung kann sich darauf verlassen“, sagte er in einem vom Bundesinnenministerium am Freitag auf Twitter verbreiteten Zitat. „Wir bieten denen die Stirn, die das Gift des Rechtsextremismus, des Rassismus und des Antisemitismus verbreiten und unsere freiheitliche Lebensweise bekämpfen.“

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte, der rassistische Anschlag in Hanau habe „auch in Rheinland-Pfalz tiefe Spuren hinterlassen“. In einer Gesprächsrunde zur Erinnerung an das Verbrechen sagte die Regierungschefin, sie könne verstehen, wenn sich Menschen jetzt Fragen stellten wie: „Bin ich hier eigentlich gewollt, ist mein Platz hier?“

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Ein Jahr nach Anschlag von Hanau: „Viele Fragen sind unbeantwortet“
1:59 min
Ein Jahr nach dem rassistischen Anschlag in Hanau fragen sich die Familien, ob ihre Angehörigen vielleicht hätten gerettet werden können.  © epd

Die Zivilgesellschaft in Rheinland-Pfalz stehe aber fest für das Zusammenleben „in einer bunten, in einer wunderbaren Gesellschaft“, und jeder Einzelne könne etwas dazu beitragen. „Die Toten sind nicht vergessen“, sagte Dreyer.

Der 43-jährige Deutsche Tobias R. hatte am Abend des 19. Februar 2020 neun Menschen mit ausländischen Wurzeln an mehreren Orten in der Stadt im Rhein-Main-Gebiet erschossen, bevor er mutmaßlich seine Mutter und schließlich sich selbst tötete.

Zuvor hatte er Pamphlete und Videos mit Verschwörungstheorien und rassistischen Ansichten im Internet veröffentlicht. Die Tat hatte Entsetzen in ganz Deutschland ausgelöst. Die „Initiative 19. Februar Hanau“, ein Zusammenschluss von Hanauer Angehörigen, spricht unter anderem von einem „Versagen der Behörden vor, während und nach der Tat“.

RND/dpa

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