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Klöckner warnt vor Hamsterkäufen: „Unlogisch und unsolidarisch“

  • Julia Klöckner bittet, von Hamsterkäufen abzusehen.
  • Die Lieferketten im Einzelhandel würden funktionieren, es gebe deshalb keinen Grund, Vorräte zu horten.
  • Wer das dennoch tue, handle unsolidarisch, so die Agrarministerin.
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Frankfurt/Main. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) appelliert an die Verbraucher, trotz der steigenden Zahl von Corona-Infektionen keine größeren Mengen einzukaufen als sonst. „Für Hamsterkäufe gibt es keinen Grund“, sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Die Lieferketten funktionieren – das gilt nach wie vor.“ Zu keiner Zeit in der Pandemie sei die Lebensmittelversorgung in Deutschland gefährdet gewesen. „Wer hortet, handelt nicht nur unlogisch, sondern auch unsolidarisch. Und am Ende landet vieles in der Tonne.“

Hintergrund ist, dass große Supermarktketten wie Aldi und Edeka über eine steigende Nachfrage nach bestimmten Produkten ähnlich wie im Frühjahr berichten. In sozialen Netzwerken machen zudem Fotos von sich leerenden Regalen mit Toilettenpapier die Runde. Am Freitag hatte schon Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) gesagt, die Verbraucher müssten „sich keine Sorgen machen“, was die Versorgung des Einzelhandels betreffe.

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Der Hamster in uns: Panikkäufe und Corona
0:44 min
„Hamstern“ beschreibt das Horten von Lebensmitteln oder knapp werdenden Dingen. Das Horten von Dingen hat eine lange Tradition.  © RND
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Klöckner fügte hinzu: „Aus dem lockdown-ähnlichen Zustand im Frühjahr liegen uns wichtige Erfahrungswerte vor, damit Wirtschaften in der Pandemie gelingt.“ Politik und Wirtschaft wüssten nun, wie „Vorsorge und Versorgung verantwortungsvoll organisiert“ werden könnten. „Auch die Überzeugung, nicht mehr unabgesprochen Grenzen zu schließen, ist wichtig, damit der europäische Warenaustausch in Pandemiezeiten funktioniert.“ Sorgen um Engpässe seien unbegründet. „Wenn jeder normal einkauft, steht man auch selbst nicht irgendwann vor leeren Regalen.“

RND/dpa

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