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„Genuines deutsches Volk“ – Hamburger CDU-Politiker empört mit Aussage zu Einwanderung

  • Im Netz kursiert ein Video, in dem der Hamburger CDU-Politiker Christoph de Vries von einem „genuin deutschen Volk“ spricht und damit begründet, warum Deutschland kein Einwanderungsland sei.
  • Der Ausschnitt stammt von einer Podiumsdiskussion zum Thema politischer Islam.
  • In den sozialen Medien kritisieren User und Userinnen seine Worte als völkisch und rassistisch.
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Im Netz sorgt ein Video des Hamburger CDU-Politikers Christoph de Vries für Empörung. In dem Ausschnitt sagt der Innenpolitikexperte: „Deutschland ist kein Einwanderungsland einfach deshalb, weil es ein genuin deutsches Volk gibt.“ De Vries fügte noch hinzu: Anders als die USA oder Australien, die „rein aus eingewanderten Volksgruppen gebildet“ seien. Deutschland sei nur ein Zuwanderungsland.

Diese Sätze hatte de Vries vor zwei Wochen, am Abend des 5. Juli, auf einer Podiumsdiskussion unter dem Titel „Politischer Islam in Deutschland – Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“ in der Evangelischen Akademie Frankfurt geäußert. Nun sind seine Worte durch das Video einem größeren Kreis bekannt geworden.

Kritik an den Aussagen

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Auf Twitter bezeichneten viele User de Vries Aussagen als rassistisch und völkisch. Einige kritisierten, dass de Vries die Existenz der indigenen Bevölkerung in Australien und den USA ignoriert hatte.

Auch Politikerinnen und Politiker zeigen sich irritiert. Die SPD-Politikerin Sawsan Chebli twitterte: „Ist schon heftig, was da bei der CDU unterwegs ist.“ Der Grünen-Politiker Konstantin von Notz merkte an: „Sagt jemand, der de Vries heißt. Kannste Dir nicht ausdenken.“

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Harte Kritik kommt von der Linkspartei in Hamburg. Hamburgs CDU scheint endgültig auf schwarz-braunem Krawallkurs angekommen zu sein. „Wie verzweifelt muss man eigentlich sein, sich derart billig an die AfD-Hassschleudern ranzuschmeißen?“, sagt Zaklin Nastic, Landessprecherin der Hamburger Linken, der Hamburger Morgenpost.

De Vries verteidigte sich in einem längerem Statement auf Facebook. Dort erklärte er unter anderem: „Aus dieser kurzen Sequenz werden allerhand Vorwürfe böswillig konstruiert, wie Rassismus, Verbreitung völkischen Denkens und der Ablehnung von Einbürgerungen zugewanderter Menschen. Dies weise ich in aller Entschiedenheit zurück.“

Zudem wies de Vries darauf hin, dass der Videoschnipsel von der vom Verfassungsschutz beobachteten Gruppe „Realität Islam“ zuerst verbreitet worden sei.

RND/ar

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