Hamburg-Wahl: Die Grünen gewinnen selbst von der AfD Stimmen

  • Die SPD ist bei der Wahl in Hamburg stärkste Kraft geworden.
  • Die Grünen haben jedoch etwas geschafft, was Parteien bei Wahlen nicht oft gelingt.
  • Sie gewinnen Wähler von allen anderen Parteien.
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Berlin. Die SPD hat die Wahl in Hamburg gewonnen. Woher kamen die Wähler? Wer hat sich gegenüber der Bürgerschaftswahl 2015 umentschieden? Welche Partei profitiert am stärksten von Verlusten der Konkurrenten? Das zeigt die die sogenannten Wählerwanderung des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap. Die Details:

Die SPD mobilisiert in Hamburg mehr als 30.000 Nichtwähler

Den Sozialdemokraten ist es gelungen, 33.000 Nichtwähler für sich zu begeistern. Außerdem konnten sie 7000 Wähler von der CDU, 3000 von der FDP gewinnen. Gleichzeitig waren aber auch die Verluste hoch: Am meisten verlor die SPD mit 27.000 Stimmen an die Grünen, hinzu kamen 5000 an die sonstigen Parteien und 1000 an die Linke.

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Die Grünen ziehen Stimmen von überall

Die Grünen haben von allen anderen Parteien inklusive der Nichtwähler gewonnen und an keine verloren. Im Einzelnen: 27.000 Stimmen von der SPD, 28.000 von den Nichtwählern, 9000 von der CDU, 4000 von der FDP, 4000 von der Linken und 1000 Stimmen von der AfD.

Kein Stimmentausch zwischen CDU und Linken

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9000 bisherige CDU-Wähler votierten dieses Mal für die Grünen, 7000 für die SPD und 1000 für die AfD. Von der FDP gewann die CDU 2000 Wähler, von den Nichtwählern 7000 Stimmen. Mit der Linken gab es keinen Stimmenaustausch.

Die Linke verliert vor allem grüne Wähler

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Sie gewann 9000 Stimmen aus dem Lager der bisherigen Nichtwähler und 1000 von der SPD. Allerdings wanderten 4000 Wähler zu den Grünen ab. Keinen Austausch gab es mit CDU, FDP, AfD und den sonstigen Parteien.

FDP gewinnt in Hamburg Nichtwähler - aber nicht genügend

5000 bisherige Nichtwähler votierten dieses Mal für die Freien Demokraten, die auf der anderen Seite jedoch 4000 Wähler an die Grünen, 3000 an SPD und 2000 an die CDU sowie 2000 an die sonstigen Parteien verloren. Mit der Linken und der AfD gab es keinen Wähleraustausch.

AfD verliert 1000 Stimmen an die Grünen

Sie verlor je 1000 Stimmen an Grüne und sonstige Parteien. 3000 Stimmen kamen von bisherigen Nichtwählern dazu, 1000 von der CDU. Mit der Linken, der SPD und der FDP gab es keinen Austausch von Stimmen.

RND/tms

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