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Nach Mord an Präsident Moïse: Weitere Festnahmen in Haiti

  • Vor einer Woche war der haitianische Präsident Jovenel Moïse in seinem Haus überfallen und erschossen worden.
  • Nun sind zwei weitere Verdächtige festgenommen worden.
  • In den Wohnungen der Haitianer befanden sich laut Polizei zahlreiche Gewehre, Pistolen und auch Splittergranaten.
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Port-au-Prince. Eine Woche nach der Ermordung des haitianischen Präsidenten Jovenel Moïse sind zwei weitere Verdächtige festgenommen worden. Es handelte sich um Haitianer, in deren Wohnungen zahlreiche Gewehre, Pistolen, Magazine und Patronen sowie auch drei Splittergranaten gefunden worden, wie die Polizei am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte.

Am Mittwoch erreichten Haiti zudem über das UN-Impfprogramm Covax die ersten 500.000 Dosen Corona-Impfstoff, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte. Bei dem Vakzin des Herstellers Moderna handelte es sich demnach um eine Spende der USA. Bisher wurde in dem armen Karibikstaat noch gar nicht gegen das Coronavirus geimpft. Die Infektionszahlen nahmen zuletzt deutlich zu.

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Der 53 Jahre alte Staatschef Moïse war in seiner Residenz überfallen und erschossen worden. Seine Ehefrau wurde schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei führten 26 kolumbianische Söldner und zwei US-Amerikaner haitianischer Herkunft den Mord aus. Sie hätten sich als Agenten der US-Antidrogenbehörde DEA ausgegeben.

Die zwei US-Bürger und 18 der Kolumbianer wurden festgenommen, weitere drei Kolumbianer getötet. Nach den übrigen fünf Südamerikanern und weiteren mutmaßlich Beteiligten, darunter ein Ex-Senator, wurde gefahndet. Es wurde auch gegen Polizisten, die für die Sicherheit des Präsidenten zuständig waren, ermittelt. Vier von ihnen seien in Isolations-Gewahrsam, hieß es am Mittwoch.

Als ein mutmaßlicher Drahtzieher wurde zudem ein in Haiti geborener Arzt festgenommen, der in den USA wohnte. Dem 63-Jährigen wird vorgeworfen, die Kolumbianer über eine venezolanische, private Sicherheitsfirma mit Sitz im US-Bundesstaat Florida angeheuert zu haben. Trotz aller Festnahmen blieben bislang viele Fragen offen.

RND/dpa

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