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  • Haiti: Mord am Präsidenten - Ex-Funktionär soll Auftrag zu Attentat mitgeteilt haben

Haitianischer Ex-Funktionär soll Auftrag zu Attentat mitgeteilt haben

  • Ein ehemaliger Mitarbeiter im haitianischen Justizministerium soll den Mordauftrag am Staatspräsidenten Jovenel Moïse an die Attentäter übermittelt haben.
  • Drei Tage vor dem Anschlag soll er zwei kolumbianischen Söldnern von ihrer Mission erzählt haben, so die kolumbianische Nationalpolizei.
  • Hintergrund sind gemeinsame Ermittlungen haitianischer und kolumbianischer Behörden mit Interpol.
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Port-au-Prince/Bogotá. Ein früherer Mitarbeiter des haitianischen Justizministeriums soll den Auftrag zum Mord am Staatspräsidenten Jovenel Moïse an die Attentäter übermittelt haben. Der Mann habe zwei kolumbianischen Söldnern drei Tage vor dem Mordanschlag gesagt, dass dies ihre Mission sei, sagte der Chef der kolumbianischen Nationalpolizei, Jorge Vargas, am Freitag in einer Videoansprache. Er berief sich auf Erkenntnisse gemeinsamer Ermittlungen haitianischer und kolumbianischer Behörden mit Interpol.

Fahndung nach Hintermännern des Anschlags läuft

Der Mann habe in einer Anti-Korruptionseinheit mit dem Geheimdienst zusammengearbeitet, sagte Vargas. Die haitianische Polizei hatte am Dienstag Suchanzeigen samt Fotos des Ex-Funktionärs sowie eines Ex-Senators und eines dritten Haitianers wegen Mordes, versuchten Mordes und bewaffneten Raubüberfalls veröffentlicht. Nach Medienberichten wurde einer der Kolumbianer nach dem Mord von Polizisten erschossen, der andere festgenommen. Nach Angaben von Vargas gehörten sie zu einer Gruppe von vier Personen, die ab Ende April in Haiti eingereist waren. Ihnen folgten demnach später 20 weitere Kolumbianer.

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Haitis Präsident Moise in Privatresidenz erschossen
1:13 min
Eine Gruppe bislang unbekannter Angreifer hat in der Nacht die Privatresidenz des Präsidenten überfallen und Jovenel Moise erschossen.  © Reuters

Zunächst seien sie für Sicherheitsdienstleistungen über eine Firma eines Venezolaners in der US-Stadt Miami angeheuert worden, sagte Vargas. Später hätten der Ex-Funktionär und ein weiterer Mann die zwei Kolumbianer informiert, dass sie Moïse festnehmen sollten. Schließlich habe der Auftrag dann Mord geheißen - was Vargas zufolge ein Großteil der Söldnertruppe nicht wusste.

Der 53 Jahre alte Staatschef war in der Nacht zum 7. Juli in seiner Residenz von einer schwer bewaffneten Kommandotruppe überfallen und erschossen worden. Seine Ehefrau überlebte verletzt. Bislang wurden 18 Kolumbianer festgenommen und drei weitere getötet. Festgenommen wurden auch zwei US-Amerikaner haitianischer Herkunft und drei Haitianer. Darunter war ein haitianischer Arzt, der in den USA wohnte. Ihm warf die Polizei vor, die Söldner angeheuert zu haben, um selbst Präsident des Karibikstaates zu werden.

RND/dpa

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