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Roth kritisiert Umwidmung der Hagia Sophia - “EU duckt sich weg”

  • Die Türkei hat die Hagia Sophia von einem Museum in eine Moschee umgewandelt.
  • Nun fand dort das erste muslimische Freitagsgebet statt - auch Präsident Erdogan nahm teil.
  • Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth sieht Grenzen überschritten und fordert die EU auf, sich nicht "wegzuducken".
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Berlin. Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth hat die Umwandlung der Hagia Sophia in Istanbul in eine Moschee als "Kampfansage an die laizistische Türkei" und Missbrauch der Religion kritisiert.

Die Grünen-Politikerin bezeichnete die Umwidmung des Gebäudes am Freitag im SWR als eine Grenzüberschreitung, mit der sich Präsident Recep Tayyip Erdogan Applaus aus der islamischen Welt sichern wolle. Erdogan “spalte die Gesellschaft” und versuche so von Wirtschafts- und Corona-Krise und Korruption abzulenken.

Nach der Umwandlung der Hagia Sophia in Istanbul in eine Moschee sollte dort an diesem Freitag erstmals ein muslimisches Freitagsgebet stattfinden. An der offiziellen Wiedereröffnung will auch Erdogan teilnehmen. Erwartet werden zwischen 1000 und 1500 Gläubige.

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Die EU müsse auf diese Provokation mit mehr reagieren als mit der bisher vorgetragenen Kritik, forderte Roth. "Wenn sich die EU dahingehend positionieren würde, dass keine Rüstungsgüter mehr geliefert werden oder wenn mit den Hermesbürgschaften auch wirtschaftliche Maßnahmen ergriffen würden, das würde Erdogan wehtun", sagte die Bundestagsvizepräsidentin.

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Nach der Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee versammeln sich erstmals in ihr Muslime zum Freitagsgebet. Viele beten aber auch vor dem Gebäude.  @ Quelle: imago images/ITAR-TASS

Das Problem sei, dass die EU sich “wegducke”, da sie sich durch den Flüchtlingsdeal vom türkischen Präsidenten abhängig gemacht habe.

RND/dpa

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