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Habeck greift Trump an: „Die schlechteste Rede, die ich je gehört habe“

  • Grünen-Chef Robert Habeck hat Donald Trump nach dessen Rede in Davos scharf angegriffen.
  • Die Rede des US-Präsidenten sei voller „Selbstlob, Ignoranz und Missachtung“ gewesen, sagte Habeck.
  • Trump dürfe auf dem Weltwirtschaftsforum kein „Honig ums Maul geschmiert“ werden.
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Davos. US-Präsident Donald Trump hat eine Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos gehalten und die Zeit vor allem für Eigenlob genutzt – und für einen Seitenhieb auf Klimaaktivisten wie Greta Thunberg. Im Publikum saß auch Grünen-Chef Robert Habeck – und war anschließend sichtlich empört. Er bezeichnete die Rede als die schlimmste, die er je gehört habe, und nutzte ein kurzes Interview für eine Abrechnung mit Trump.

„Sie haben die Rede gehört?“, wurde Habeck von der ZDF-Reporterin Katrin Eigendorf gefragt. „Ja, ich habe die Rede gehört“, erwiderte der mit einem sichtlich genervten Gesichtsausdruck. „Und wenn die Frage ist, wie war’s: Noch nicht mal höflich daneben, sondern einfach völlig daneben. Also im Grunde war es ein einziges Desaster“, sagte der Grünen-Vorsitzende und rang offenbar um die richtigen Worte.

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„Ich bin fassungslos“, sagte Habeck weiter. „Also wirklich, wie man so was hier verzapfen kann. Er ist der Einzige, glaube ich, der das hier nicht verstanden hat.“

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Trump wettert in Davos gegen Klimaaktivisten
0:47 min
US-Präsident Trump ging beim Weltwirtschaftsforum in Davos auf Konfrontationskurs mit Greta Thunberg.  © AFP

„Selbstlob, Ignoranz und Missachtung“

Er hätte gedacht, „dass man sich dem Motto, dem Geist, auch wenn man einer völlig anderen Meinung ist, höflich nähert“. Stattdessen habe Trump jedoch nur Selbstlob, Ignoranz und Missachtung gezeigt. „Kein Gespür, keine Wahrnehmung für globale Probleme. Also das war die schlechteste Rede, die ich in meinem Leben gehört habe.“

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Das Thema der Nachhaltigkeit sei für das Weltwirtschaftsforum in Davos etwas Neues. Dass Trump bei diesem Thema ein Alliierter ist, sei „wohl nicht zu erwarten gewesen“, sagte der Grünen-Politiker. Er habe sich aber nicht nur nicht als Alliierter entpuppt, sondern als Gegner. Donald Trump stehe „für all die Probleme, die wir haben“. Das müsse von den Davos-Veranstaltern mehr adressiert werden, „und nicht auch noch Honig ums Maul schmieren für so eine Rede“.

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Für das Format des Weltwirtschaftsforums hat Habeck jedoch Hoffnung. Die vielen Firmenchefs und Politiker unter den Teilnehmern seien alle „am Nachdenken, wie es weitergehen kann“. Die Diskussionen hätten signalisiert, dass man nicht weitermachen könne wie bisher. „Und dann kommt so einer“, fügte Habeck mit Blick auf Trump hinzu, „und sagt: Wir machen noch viel mehr weiter so wie bisher. Also, Ignoranz ist gar kein Ausdruck dafür.“

RND/fh

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