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Habeck: Bund muss sich an Munitionsbergung in Nord- und Ostsee beteiligen

  • In Nord- und Ostsee liegt tonnenweise Munition – Hinterlassenschaften der beiden Weltkriege.
  • Grünen-Chef Robert Habeck fordert die Beteiligung des Bundes an der Bergung.
  • Dies dürfe nicht allein den Bundesländern überlassen bleiben.
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Berlin. Der Bund muss sich nach Vorstellungen von Grünen-Co-Chef Robert Habeck mehr als bisher an der Bergung von Munition und Kampfstoffen aus Nord- und Ostsee beteiligen. „Der Bund trägt hier eine Verantwortung und darf die Länder mit Blick auf die Bergung und Entsorgung nicht alleine lassen“, sagte Habeck dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Es wird an der nächsten Bundesregierung sein, das zu ändern und die Meere von der giftigen Altlast zu befreien.“

Vor den Küsten in Nord- und Ostsee lägen rund 1,6 Millionen Tonnen konventioneller Munition und circa 250.000 Tonnen chemischer Munition aus den beiden Weltkriegen.

Habeck: Mit modernster Technik könnte Munition massenhaft entsorgt werden

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Teilweise sei die Munition bewusst zur Entsorgung in die Meere gekippt worden. „Jetzt rostet sie durch und gibt ihre giftigen Stoffe in die Meeresumwelt ab, darunter hoch toxische oder kanzerogene Stoffe“, sagte Habeck. Bislang habe es kaum eine Möglichkeit zur Bergung gegeben, ohne die Munition vor Ort zu sprengen.

„Jetzt sind wir einen Schritt weiter, mit Robotern und modernster Technik könnte die Munition massenhaft geborgen und entsorgt werden.“ Der Bund müsse sich hier engagieren.

Nach Angaben des Umweltbundesamts sind in Munition unter anderem Quecksilber und krebserzeugende sprengstoff-spezifische Stoffe enthalten.

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