Gysi zu Mali: „Höchste Zeit, Soldaten abzuziehen“

  • Der Linken-Politiker Gregor Gysi hat nach dem Bombenanschlag auf eine Bundeswehr-Patrouille in Mali den Abzug der Soldaten gefordert.
  • Von Anfang an sei der Einsatz falsch gewesen, sagte der außenpolitische Sprecher der Linken-Bundestagsfraktion.
  • Laut Gysi sei es „höchste Zeit, die Soldaten abzuziehen und sich um eine ernsthafte politische und diplomatische Vermittlung zu bemühen“.
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Berlin. Nach dem Bombenanschlag auf eine Bundeswehr-Patrouille im westafrikanischen Mali hat Linke-Politiker Gregor Gysi den Abzug der Soldaten gefordert. Der Einsatz sei von Anfang an falsch gewesen, sagte Gysi, der außenpolitischer Sprecher seiner Fraktion im Bundestag ist, der Deutschen Presse-Agentur. „Man musste mit einem solchen terroristischen Angriff rechnen. Die Folgen sind schmerzhaft und extrem bedauerlich.“ Es sei „höchste Zeit, die Soldaten abzuziehen und sich um eine ernsthafte politische und diplomatische Vermittlung zu bemühen“.

Ein Selbstmordattentäter hatte am Freitag in dem westafrikanischen Land eine Patrouille deutscher UN-Soldaten angegriffen. Nach Bundeswehr-Angaben wurden 12 deutsche Soldaten verletzt, drei davon schwer. Daneben war nach UN-Angaben ein belgischer Soldat verwundet worden. Derzeit sind rund 900 deutsche Soldaten an der UN-Mission Minusma in Mali beteiligt. Der Einsatz soll den Friedensprozess unterstützen. In dem Land sind islamistische Terrorgruppen aktiv.

RND/dpa

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