Zahlreiche Ausfälle

„Zu optimistisch“: Pro Bahn kritisiert Informationen nach Güterzugunfall in Niedersachsen

Ein ICE steht im Hauptbahnhof Hannover an einem verwaisten Bahnsteig. (Archivbild)

Ein ICE steht im Hauptbahnhof Hannover an einem verwaisten Bahnsteig. (Archivbild)

Leiferde. Nach dem schweren Unfall mit zwei Güterzügen im niedersächsischen Landkreis Gifhorn hat der Fahrgastverband Pro Bahn die Fahrgastinformationen der Deutschen Bahn kritisiert. Zwar seien für viele Züge die Ersatzhalte in Uelzen, Salzwedel und Stendal angegeben, die zu erwartenden Verspätungen fänden sich allerdings nicht überall oder seien „deutlich zu optimistisch“, teilte der Fahrgastverband mit. Von der Verspätung erführen Fahrgäste daher oft erst im Zug - was zu Unsicherheit führe, ob die Anschlüsse erreicht werden. Pro Bahn forderte von der Deutschen Bahn zusätzliche Ressourcen für die Weiterentwicklung der Fahrgastinformationen.

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Am Donnerstagmorgen hatte ein Güterzug mit 25 Kesselwagen einen wartenden Zug gerammt. Ein Lokführer wurde leicht verletzt, vier mit Propangas gefüllte Wagen kippten um. Die Feuerwehr pumpt seitdem das explosive Gas ab. Nach ersten Erkenntnissen wurde der Unfall durch einen menschlichen Fehler verursacht - die Strecke bei Leiferde wurde demnach von einer Mitarbeiterin der Deutschen Bahn fälschlicherweise freigegeben, obwohl dort ein Güterzug hielt. Seit dem Unfall und mindestens bis zum 27. November ist die Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin gesperrt.

RND/dpa

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