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Guaidó wirbt in Davos für Unterstützung im Machtkampf mit Maduro

  • Vor einem Jahr hat er sich zum Interimspräsidenten erklärt, aber in Venezuela kann er sich bislang nicht durchsetzen.
  • Mit Hilfe seiner Verbündeten in Europa will er nun den Druck auf Präsident Maduro erhöhen.
  • Unterstützung erhofft sich Guaidó auch von Deutschland.
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Davos. Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident Juan Guaidó hat an die internationale Staatengemeinschaft appelliert, die Menschen in dem Land im Kampf für mehr Demokratie nicht allein zu lassen.

"Wir müssen Druck auf die Diktatur ausüben", sagte er am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vor Vertretern aus Politik und Wirtschaft mit Blick auf die sozialistische Regierung von Präsident Nicolás Maduro. Guaidó räumte zugleich ein, die Opposition habe die Macht der Maduro-Regierung unterschätzt.

Guaidó traf in Davos auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). "Sie hat uns Hilfe und Unterstützung für die venezolanische Sache zugesagt", schrieb Guaidó nach dem Gespräch auf Twitter. "Gemeinsam haben wir die Möglichkeit, in Venezuela etwas zu verändern."

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Außerdem kam er mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte und dem griechischen Regierungschef Kyriakos Mitsotakis zusammen. Am Samstag wollte Guaidó für weitere Gespräche nach Spanien reisen.

Vor genau einem Jahr - am 23. Januar 2019 - hatte sich der 36-jährige Guaidó zum Interimspräsidenten des südamerikanischen Landes erklärt und Maduro nach dessen umstrittener Wiederwahl damit offen herausgefordert. Zwar wird Guaidó von fast 60 Ländern, darunter den USA und Deutschland, als legitimer Übergangsstaatschef anerkannt. Allerdings ist es ihm bislang nicht gelungen, den vom Militär und Ländern wie Russland, China, Iran und Kuba gestützten Maduro aus dem Amt zu drängen.

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Eine Chance auf einen neuen Dialog mit der sozialistischen Regierung sieht Guaidó derzeit nicht. Die vergangenen Verhandlungsrunden hätten gezeigt, dass Maduro die Opposition nicht erst nehme. "Wir brauchen eine Präsidentenwahl, um zurück zur Normalität zu kommen", sagte der selbst ernannte Übergangsstaatschef bei einer Pressekonferenz in Davos.

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Derzeit reist Guaidó durch Europa, um bei seinen Verbündeten um weitere Unterstützung im Machtkampf mit Maduro zu werben. Seine Rede in Davos erschien Beobachtern allerdings schwächer als jene, die er am Mittwoch in Brüssel gehalten hatte. Dabei rief Guaidó die ihn unterstützenden Länder auf, die Sanktionen gegen die Maduro-Regierung zu verschärfen.

Menschenrechtsgruppen und internationale Organisationen werfen der Regierung Maduro schwere Verbrechen wie willkürliche Morde, Entführungen und Folter vor. Zudem leidet das einst reiche Land mit den größten Erdölreserven der Welt unter einer schweren wirtschaftlichen Krise. Aus Mangel an Devisen können kaum noch Lebensmittel, Medikamente und Dinge des täglichen Bedarfs eingeführt werden. 4,5 Millionen der gut 30 Millionen Venezolaner haben das Land bereits verlassen.

RND/cle/dpa

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