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Grünen-Chefin Baerbock fordert Umstellung auf “Pandemiewirtschaft”

  • Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock sieht eine große Bereitschaft unter Unternehmern, dringend benötigte Produkte wie Schutzbekleidung und Beatmungsgeräte herzustellen.
  • Doch das freiwillige Engagement in der Corona-Krise müsse zentral koordiniert werden, fordert sie.
  • Baerbock sieht hier Wirtschaftsminister Altmaier in der Pflicht.
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Berlin. Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat die deutsche Wirtschaft zur Umstellung ihrer Produktion auf Güter zur Bekämpfung der Corona-Epidemie aufgerufen. “Wir brauchen eine Pandemiewirtschaft, die jetzt im Hauruckverfahren Güter wie Schutzbekleidung, Desinfektionsmittel und Beatmungsgeräte in großer Zahl produziert”, sagte Baerbock dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Den Unternehmen komme bei der Eindämmung der Epidemie eine Schlüsselrolle zu.

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Baerbock sieht Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in der Pflicht, entsprechende Bemühungen der Wirtschaft zu koordinieren. Die Bereitschaft der Unternehmen sei “riesengroß”. “Textilhersteller, Spirituosenproduzenten, Maschinenbauer – viele Firmen stellen von sich aus um.”

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“Andere große Unternehmen stehen bereit, mit Lagerhallen und Beschäftigten, um Mittelständler zu unterstützen, damit sie ihre Kapazitäten hochfahren können”, so Baerbock. “Aber damit die freiwillige Solidarität Erfolg hat, muss sie koordiniert werden. Das wäre der Job von Wirtschaftsminister Peter Altmaier”, betonte die Grünen-Bundestagsabgeordnete.

Die derzeit durch die einschneidenden Maßnahmen gewonnene Zeit müsse sinnvoll genutzt werden. “Diese Zeit müssen wir entschlossen nutzen, um Krankenhäuser und Intensivstationen auszubauen, Testkapazitäten auszuweiten und das Gesundheitssystem auf den Kampf gegen die Pandemie auszurichten. Der Ausnahmezustand darf nicht zum Dauerzustand werden”, sagte Baerbock dem RND.

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