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Habeck bietet Fridays-for-Future-Aktivisten Plätze auf Wahllisten an

  • Fridays for Future ist wieder auf der Straße - etliche tausend Demonstranten haben sich allein in Deutschland am Freitag am Klimastreik beteiligt.
  • Die Grünen sind nach den Worten von Parteichef Robert Habeck bereit, Fridays-for-Future-Aktivisten auf Listen für die Bundestagswahl zu bringen.
  • Druck auf der Straße sei wichtig, konkrete Gestaltung in Regierungsverantwortung aber auch, betont Habeck.
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Berlin. Grünen-Chef Robert Habeck hat die Demonstrationen für mehr Klimaschutz begrüßt und die Bereitschaft seiner Partei betont, Aktivisten von Fridays for Future auf Listen für die Bundestagswahl zu setzen. Es heiße Klimaschutz, aber es gehe um “Menschheitsschutz”, sagte Habeck am Freitag in Berlin. In den kommenden zehn Jahren müsse es gelingen, die Wirtschaft, Mobilität und Konsumweise so zu entwickeln, dass das Klima weitgehend nicht mehr belastet werde. “Der Tag heute ist noch einmal ein Signal, dass die tiefe Erkenntnis in der Gesellschaft da ist, dass sich Politik ändern muss.”

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Die Rückkehr des globalen Klimastreiks
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Weltweit haben am Freitag Menschen für mehr Maßnahmen gegen die Erderwärmung demonstriert.  © Reuters

Habeck sagte, seine Partei sei offen für Aktive aus den gesellschaftlichen Bewegungen, das gelte auch für Fridays for Future. “Wir sind bereit, Leute auf die Listen zu bringen”, betonte er. Die Aktivisten wüssten, dass Druck auf der Straße wichtig sei, um die Politik immer weiter zu treiben, aber auch, dass man in Regierungsverantwortung sagen müsse, wie es gehe.

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Auch die Linke im Bundestag betonte Solidarität mit den Demonstranten. "Wer eine Zukunft mit Klimagerechtigkeit will, der kann sich ganz offensichtlich nicht auf die Regierung in Berlin verlassen", sagte der klimapolitische Sprecher der Fraktion, Lorenz Gösta Beutin. Es brauche weiter den Druck der Klimabewegung.

RND/dpa

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