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Luisa Neubauer fordert von den Grünen Bekenntnis zum 1,5-Grad-Ziel

  • Die Grünen kommen immer stärker unter den Druck der Klimabewegung.
  • Zum Parteitag fordert Aktivistin und Grünen-Mitglied Luisa Neubauer jetzt ein klares Bekenntnis zu einer eindeutigen Klimapolitik.
  • Sie fragt: „Wenn selbst die Grünen keine Politik aufzeigen, die das Fassungsvermögen hat, es mit der Klimakrise aufzunehmen – wo soll man denn sonst anfangen?“
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Berlin. Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat die Grünen zu einem eindeutigen Kurs in der Klimapolitik aufgefordert. „Die Frage, wie weit wir die Klimakrise noch entschleunigen können, wird maßgeblich in der nächsten Legislatur beantwortet. Und wer die ökologische Realität etwas versteht, weiß, dass halbe Sachen und schöne Worte dabei nicht funktionieren“, sagte Neubauer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Der Anspruch an jede Partei ist entsprechend, ein Programm zu erarbeiten, das auf 1,5 Grad hinzielt – wie es im Pariser Abkommen steht. Wenn selbst die Grünen keine Politik aufzeigen, die das Fassungsvermögen hat, es mit der Klimakrise aufzunehmen – wo soll man denn sonst anfangen?“, fragte Neubauer, die selbst Grünen-Mitglied ist.

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In den vergangenen Monaten hatten Teile der Klimabewegung, auch Neubauer, die Grünen wegen ihrer Unterstützung des Autobahnbaus durch den Dannenröder Forst und ihrer generellen Kompromissbereitschaft stark kritisiert.

Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Katrin Göring-Eckardt, sagte im RND-Interview unter anderem über das Aufkommen der konkurrierenden „Klimaliste“: „Wenn sie gegen uns Grüne agieren, wäre das keine erfreuliche Entwicklung.“

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Die Studie zeigt, dass die Ziele des Pariser Klimaabkommens bis 2035 erreicht werden könnten. Dafür braucht es aber eine bessere Klimapolitik.  © Reuters

Neubauer antwortet darauf: „Im besten Falle wird die grüne Entrüstung über Akteure der Klimabewegung genutzt, um sich ganz ernsthaft mit der Frage zu beschäftigen, wie man etwaige weitere ökologische Parteien überflüssig machen kann. Denn ja, parlamentarische Mehrheiten für den notwendigen Klimaschutz sind zentral. Doch bei diesen Mehrheiten geht es angesichts der wachsenden Gefahr durch die Klimakrise darum, ob sie ihre Politik – und Kompromisse – auf einem 1,5-Grad-Grundsatz aufbauen können – oder nicht.“

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