Grüne: UN-Missionen wären mit mehr Frauen erfolgreicher

  • Deutschland entsendet vor allem Männer in UN-Missionen – uniformierte Männer.
  • Nur vier der elf Polizisten und knapp 80 von über 1000 Soldaten aus Deutschland in Einsätzen der Vereinten Nationen sind Frauen.
  • Die Grünen halten das für unzureichend: Mehr Frauen würden die Erfolgsaussichten der Einsätze verbessern.
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Berlin. Die Grünen haben die Bundesregierung aufgefordert, den Anteil von Frauen und Zivilisten in internationalen Hilfseinsätzen zu erhöhen. Es sei „völlig unverständlich und absolut unzureichend, dass nur so wenige polizeiliche und zivile Kräfte entsendet werden und sich die Zahl der Frauen darunter an einer Hand abzählen lässt“, sagte die stellvertretende Grünen-Fraktionschefin Agnieszka Brugger dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Auch im Bundeswehr-Kontingent für die UN-Einsätze befänden sich zu wenig Frauen.

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes sind vier der elf von Deutschland in UN-Missionen entsandten Polizisten Frauen. Dies geht aus einer Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die dem RND vorliegt. Zudem würden über das Berliner Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) drei männliche zivile Experten entsandt, heißt es in dem Schreiben.

Die Bundeswehr meldet für die vier Uno-Missionen Unmiss (Süd-Sudan), Unamid (Darfur), Unifil (Libanon) und Minusma (Mali) 1017 Soldaten, davon 77 Frauen.

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Brugger sagte, eine bessere Beteiligung von Frauen könne helfen, Konflikte schneller zu lösen. Zudem sei dies angebracht, um besser auf Bedürfnisse vor Ort eingehen zu können.

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„Frauen sind in vielen politischen Prozessen unterrepräsentiert und gleichzeitig in vielen Kriegen sehr häufig von sexualisierter Gewalt betroffen, die schwere Traumata hervorruft. Sie brauchen weibliche Partnerinnen und Sicherheitskräfte, die sie in ihren Anliegen und Rechten unterstützen“, sagte Brugger. „Mehr Vielfalt steigert zugleich auch die Erfolgsaussichten bei schwierigen Friedensmissionen der Vereinten Nationen.“

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