Grundrente: Bereits 33 Beitragsjahre sollen reichen

  • Während SPD und Union im Koalitionsvertrag als Bedingung für die Grundrente 35 Jahre Beitragszahlung vereinbart haben, sollen nun bereits 33 Jahre reichen.
  • Das geht aus einem Gesetzentwurf des Arbeitsministeriums hervor.
  • Der Zuschlag soll zunächst aber gestaffelt werden.
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Berlin. Von der Grundrente für langjährig Geringverdiener sollen mehr Senioren profitieren als ursprünglich geplant. Bereits ab 33 Jahren mit Rentenbeiträgen aus Beschäftigung, Kindererziehung oder Pflegetätigkeit sollen Minirenten um einen Zuschlag erhöht werden, wie aus einem Gesetzentwurf des Arbeitsministeriums hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Der Zuschlag soll zunächst gestaffelt werden und bei 35 Beitragsjahren die volle Höhe erreichen.

1,4 Millionen Rentnerinnen und Rentner sollen profitieren

Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD als Bedingung 35 Jahre Beitragszahlung vereinbart. Insgesamt sollen nun 1,4 Millionen Rentnerinnen und Rentner davon profitieren, davon 70 Prozent Frauen. Laut dem Gesetzentwurf sollen die Kosten im ersten Jahr rund 1,4 Milliarden Euro betragen. Sie sollen vollständig aus Steuermitteln beglichen werden. Die Grundrente soll Anfang 2021 starten.

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Nach Angaben von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) startete am Donnerstag die Abstimmung innerhalb der Bundesregierung über den Gesetzentwurf. "Jetzt peilen wir eine zeitnahe Kabinettsbefassung an", sagte Heil.

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RND/dpa