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Entscheidung war „wohlüberlegt“: Habeck stärkt Baerbock im Wahlkampf den Rücken

  • Im Bundestagswahlkampf stellt sich Grünen-Parteichef Robert Habeck hinter die Spitzenkandidatin seiner Partei, Annalena Baerbock.
  • Die Entscheidung, Annalena Baerbock zur Kanzlerkandidatin zu machen, sei wohlüberlegt gewesen, sagte Habeck.
  • Außerdem sprach sich Habeck für die Würdigung des Afghanistan-Einsatzes vor dem Bundestag aus.
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Klixbüll. Grünen-Parteichef Robert Habeck hofft für die nächsten Wochen auf Rückenwind für seine Partei im Bundestagswahlkampf.

Die Entscheidung, Annalena Baerbock zur Kanzlerkandidatin zu machen, sei wohlüberlegt gewesen, sagte Habeck zum Auftakt einer Wahlkampftour durch Schleswig-Holstein am Montag in Klixbüll (Kreis Nordfriesland). Jetzt gehe es darum, im Team gemeinsam Erfolg zu haben.

Der Wahlkampfauftakt der Grünen wurde bisher vor allem von Debatten um Baerbock geprägt. Habeck, der lange selbst als Kanzlerkandidat der Grünen gehandelt worden war, bezeichnete die Diskussion um einen Wechsel in dieser Position in der „Süddeutschen Zeitung“ mittlerweile als „Kokolores“.

Baerbock steht in der Kritik, weil sich in ihrem Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ auffallende sprachliche Ähnlichkeiten zu anderen Veröffentlichungen finden. Zudem hatte sie Sonderzahlungen der Partei verspätet an den Bundestag gemeldet. Auch mussten Partei und Kandidatin Angaben in Baerbocks Lebenslauf korrigieren.

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Habeck spricht sich für Würdigung des Afghanistan-Einsatzes vor dem Bundestag aus

Habeck hat sich außerdem für eine umfassende Würdigung des Afghanistan-Einsatzes vor dem Bundestag in Berlin ausgesprochen. „Der Platz vor dem Reichstagsgebäude ist der richtige Ort, um den Soldatinnen und Soldaten Dank und Ehrung zuteilwerden zu lassen“, sagte Habeck am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee. Es ist der Bundestag, der über die Einsätze entscheidet, in denen die Soldatinnen und Soldaten ihr Leben riskieren, weil Deutschland seine Verantwortung in der Welt wahrnimmt“, sagte er.

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Der Grünen-Parteichef betonte, dass der Einsatz in Afghanistan keine Angelegenheit der Bundeswehr allein war, „sondern unserer Gesellschaft“. Zwar habe die Bundeswehr die Hauptlast getragen, gleichzeitig habe sie sich selbst als Teil einer breiten gesellschaftlichen Stärke verstanden, die unter anderem auch die Polizei, den diplomatischen Dienst und die Entwicklungshilfe mit einschließe.

„Daher erscheint es mir angemessen, ihnen allen vor dem Bundestag zu danken“, so Habeck. „Auch aus meinen Gesprächen mit dem Bundeswehrverband weiß ich, dass dies der Wunsch innerhalb der Bundeswehr ist.“

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Der Grünen-Vorsitzende wies darauf hin, dass der Einsatz in Afghanistan knapp 20 Jahre lang die Arbeit der über 150.000 eingesetzten Soldatinnen und Soldaten geprägt habe. Bei dem Einsatz verloren 59 Soldaten ihr Leben, zahlreiche haben physische und psychische Verletzungen davongetragen. „Wir sollten einmal als Gesellschaft, als Land, innehalten und der Opfer gedenken“, sagte Habeck.

RND/dpa

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